Landesgruppenzuchtschau für Deutsche Schäferhunde in Ommersheim

Landesgruppenzuchtschau : Besondere Atmosphäre an der Ziegelhütte

Die Ortsgruppe Ommersheim richtete die Landesgruppenzuchtschau für Deutsche Schäferhunde aus.

Er ist sicher und selbstbewusst, robust, unbefangen, aufmerksam, physisch und psychisch hoch belastbar, hat ein gutes und sicheres Sozialverhalten, verträgt sich nach entsprechender Sozialisation sehr gut mit Menschen und Tieren im Familienumfeld. Die Rede ist vom Deutschen Schäferhund. Weltweit rangiert er in der Beliebtheitsskala aller Rassehunde unangefochten auf einem Spitzenplatz. Auf dem Übungsgelände des Schäferhundevereins Ommersheim in der Gemeindesportanlage Ziegelhütte kamen jetzt etwa 160 Prachtexemplare dieser Rasse zusammen.

Halter aus ganz Deutschland, Frankreich, Belgien und auch aus Italien und England führten ihre vierbeinigen Freunde vor. Fröhliches Hundegebell war schon von weitem zu hören. Die Parkplätze rund um das Vereinsgelände waren belegt. 50 Mitglieder des Schäferhundevereins Ommerheim waren in die Organisation dieser Großveranstaltung eingebunden. „Ohne das große ehrenamtliche Engagement der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer könnten wir diese Schau nicht stemmen“, sagte Jürgen Schwarz, der 1. Vorsitzende der Ortsgruppe, und lobte die Mitglieder für ihren vorbildlichen Einsatz. Ein Kompliment für die Gastgeber gab es auch von Landesgruppenzuchtwart Werner Hartmann. „Ich bin froh, dass es solche Ortsgruppen gibt, die diese Anmeldezahlen stemmen können“, meinte er. Außerdem sei das schöne Vereinsgelände bestens geeignet.

Sehr zufrieden zeigte sich der Zuchtwart mit den Anmeldezahlen. Es sei dies die letzte Schau vor der Bundessiegerschau im September in Nürnberg. Die heutigen drei Richter würden auch bei dieser Schau bewerten, deswegen sei es für viele wichtig, ihnen schon heute die Tiere präsentieren zu können, so Hartmann. Zwei Schäferhunde hatte der 29-jährige Franzose Simon aus Rennes zur Schau mitgebracht. Der Umgang mit den Hunden sei für ihn eine Leidenschaft, so der junge Franzose. Keine so weite Anreise hatte die 24-jährige Mareike Wagner. Sie war eine von zehn saarländischen Startern. Sie präsentierte den Richtern die 22 Monate alte Hündin Toilers Tilly. Der Umgang mit dem Hund sei so faszinierend, weil jeder Tag etwas Neues bringe, beschrieb sie ihr Faible für das Tier.

Alle Hunde wurden zuerst einzeln vorgestellt und auf Größe, Gesundheit und Verhalten überprüft. Bei der Demonstration im Ring wurde dann der Gang beurteilt. Die Hunde waren dabei nach Geschlecht und Alter getrennt. Körperbau, Körpergröße und Haltung, daneben die Färbung des Fells, ein gesundes Gebiss und der Bewegungsablauf sind Bewertungskriterien und natürlich das Verhalten. Nicht nur im Ring herrschte ein munteres Treiben, auch außerhalb ging es hoch her. Denn während die Hundeführer mit den Vierbeinern an der Leine im Laufschritt ihre Runden im Ring drehten, riefen draußen die Hundebesitzer, pfiffen, schwenkten Spielzeuge oder klapperten mit dem Futtereimer. Kurzum: Sie stellten so einiges an, um den Hund aufmerksam zu halten.

Die zahlreichen Zuschauer, darunter auch einige Gäste aus China und Taiwan, beobachteten das Geschehen aufmerksam. „In diesen beiden Ländern hat der Deutsche Schäferhund einen sehr hohen Stellenwert“, begründete Landesgruppenzuchtwart Werner Hartmann das Interesse der Chinesen und Taiwanesen. Am Ende freuten sich Helmut König, 1. Vorsitzender  der Landesgruppe, und Werner Hartmann über einen reibungslosen Ablauf der Schau. Sie sprachen von einer gelungenen Veranstaltung. „Es hat alles prima geklappt. Wir konnten den Zeitplan einhalten. Die Zuschauer waren begeistert, und auch die Wertungsrichter waren vom Gelände und der besonderen Atmosphäre sehr angetan“, so König und Hartmann. Sehr zufrieden zeigten sie sich auch mit dem Abschneiden der saarländischen Züchter. In der Gebrauchshundeklasse Rüden landete Kiran von der Zenteiche, Besitzer Werner Hartmann (Klarenthal) , auf dem 2. Platz. Kasper vom Dreibirkenzwinger von Jutta Kiefer-Biewer (Schiffweiler) belegte Platz 3. Bei den Hündinnen, Gebrauchshundeklasse, kam Franka vom Haus Biewer, Besitzerin Maritta Biewer (Schiffweiler), auf den 14. Platz. In der Nachwuchsklasse Hündinnen wurde der Vierbeiner Silvia Yugerschof von Helmut König (Eppelborn) Dritter.

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