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Kläranlage Erfweiler-Ehlingen wird saniert

Kostenpflichtiger Inhalt: Hier wird in die Umwelt investiert : Die Baustellenlogistik fordert die Planer

Die Sanierung der Kläranlage Erfweiler-Ehlingen liegt laut dem Entsorgungsverband Saar gut im Zeitplan. Die neue Anlage wird in drei Jahren auch die Abwässer aus Aßweiler aufnehmen.

Seit Oktober vergangenen Jahres laufen die Arbeiten des Entsorgungsverbandes Saar zur Sanierung der Kläranlage Erfweiler-Ehlingen einschließlich der dazugehörigen Infrastruktur für die Regenwasserbehandlung. Die Sanierung der Kläranlage Erfweiler-Ehlingen, die aus dem Jahre 1992 stammt, entspricht einem kompletten Neubau. „Die neue Kläranlage kann die Abwässer von umgerechnet 2500 Einwohnern nach dem Stand der Technik reinigen. Nicht nur die Abwässer aus Erfweiler-Ehlingen, sondern auch die aus Aßweiler werden hier zukünftig den Anforderungen an eine moderne Abwasserreinigung entsprechend behandelt“, schreibt der Entsorgungsverband Saar (EVS) in seiner Pressemitteilung. Die ebenfalls in die Jahre gekommene Kläranlage in Aßweiler werde nach Inbetriebnahme des „Neubaus“ außer Betrieb genommen. „Insbesondere der Mandelbach und am Ende die Blies werden stark von der modernen Anlagenkonzeption profitieren“, heißt es des Weiteren.

Die Bauzeit für die Gesamtmaßnahme ist nach Angaben des Verbandes mit zunächst drei Jahren veranschlagt. Insgesamt investiert der EVS rund 6,3 Millionen Euro in die Abwasserreinigung am Standort Erfweiler-Ehlingen. Davon entfallen etwa 5,2 Millionen Euro auf die Kläranlage und rund 1,1 Millionen Euro auf die Regenwasserbehandlung.

Die Sanierung der Anlage erfolgt im laufenden Betrieb. Das heißt, „dass während der gesamten Bauzeit die Abwassereinigung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben sichergestellt ist“. Es bedeute aber auch, dass einerseits neue Anlagenteile passgenau in Betrieb genommen werden, während annähernd gleichzeitig die alten Anlagenteile außer Betrieb genommen werden. Das geht aber nur, weil die gesamte Baustellenlogistik auf dem bestehenden Kläranlagengelände abgewickelt wird. Dies, so der Entsorgungsverband Saar, stelle eine große Herausforderung für Planer, Bauunternehmer und Kläranlagen-Fachkräfte gleichermaßen dar.

Dieses Bild zeigt die Kläranlage Erfweiler-Ehlingen vor den Baumaßnahmen, die sich noch eine Weile hinziehen werden. Foto: Entsorgungsverband Saar

Eher etwas für Experten ist derweil die Liste der wesentlichen Bauwerke, die für die Kläranlage in Erfweiler-Ehlingen aufgelistet werden. Unter anderem entstehen in der dreijährigen Bauzeit ein Zulaufpumpwerk mit einer Förderkapazität von 30 Litern pro Sekunde, eine Feinrechenanlage zur Separation der im Abwasser enthaltenen Feststoffe und eine Dosieranlage zur Phosphorelimination. Über 1000 Kubikmeter fasst ein Belebungsbecken mit zugehöriger Gebläsestation zur biologischen Reinigung, knapp halb so groß wird ein Nachklärbecken zur Schlammsedimentation ausfallen. Zudem entstehen ein Betriebsgebäude mit Schaltwarte, ein Regenüberlaufbecken und ein Entleerungspumpwerk.