Kinderstück Popeye auf der Naturbühne Gräfinthal

Naturbühne : Spinat macht den Seemann stark

Am Samstag, 15. Juni, startet auf der Naturbühne in Gräfinthal die neue Saison. „Popeye“ ist diesmal der Star im Kinderstück.

Für die am kommenden Samstag auf der Naturbühne Gräfinthal beginnende Saison haben sich die Macher des Kulturvereins Bliesmengen-Bolchen ein ganz besonderes Kinderstück ausgewählt: „Popeye und die unkaputtbare Schatzkiste“ (Spielleitung: Wilken Schütz und Kathrin Wannemacher). Dabei greifen die Macher auf die Fassung von Ulrike Stern (Text) und Stefan Hiller (Musik) zurück, die in Gräfinthal als deutsche Erstaufführung zur Aufführung gelangt. Eine herrliche Komödie, bei der Popeye (Thorsten Dincher) den Seehexen Sibylle (Claudia Moschel), Siglinde (Michaela Jost), Sixtina (Lara Fillgraff) und Suleika (Anna Lang) auf Plünder-Eiland im achten Weltmeer die unkaputtbare Schatzkiste stielt. Dabei kommt sogar eine Wasserfontäne zum Einsatz.

Derweil schreit die schöne Olivia Öl (Melanie Mohrbach) zu Hause immer schriller, dass sie nichts anzuziehen hätte. Der Klassiker eben. Dabei kommt doch der Liebste heim. Nachbar Wimpy (Burkard Spang) ist derweil genervt von seiner schwerhörigen Mutter (Heidi Schütz), die alles missversteht, was für etliche Lacher sorgt. Dabei steht bei Wimpy das Essen im Vordergrund. „Das ist keine Wampe, das ist meine Brusterweiterung“, meint er. Auch Olivia geht jemand auf den Keks: Brutus (Markus Fillgraff). Der macht ihr, obwohl chancenlos, den Hof. Popeye liefert sich mit ihm eine mehr als heftige Schlägerei. Dank Spinat ist Popeye, trotz Strapazen von der Reise nach 97,5 Tagen, noch bei Kräften.

„Ich bin Popeye der Seemann“, singt der starke Mann stolz, der sich in der Inszenierung durch einen witzigen, norddeutschen Slang kennzeichnet, währenddessen man bei Brutus leichtes Berlinern erkennen kann. Derweil vermisst Seehexe Sibylle ihre Schatzkiste, die ein Geheimnis in sich trägt. Sie bemüht ihr „Haarphone“ – eigentlich ein Haarfön – mit dem sie online geht und mit dessen Hilfe sie Popeye und die Kiste finden will. Dumm nur, dass die Truhe bereits den Weg von Brutus zu Wimpy und dessen Mama gefunden hat.

Da werden auch mal Anleihen bei Paulchen Panther gemacht („Heute ist nicht alle Tage“), die der Aufführung noch mehr Witz als ohnehin verleihen. Derweil ist Popeye ein wenig verzweifelt. „Frauen sind eine prima Sache, so lange sie uns nicht sagen wollen, wo vorne und hinten ist“, glaubt er. Sibylle bekommt nun Hilfe von Bruno alias Brutus, der ihr zu lockigen Haaren verhilft. Dafür möchte er das Geheimnis der Truhe wissen. Immer mit dabei die Schafe, die entweder den Rasen mähen, alles nachäffen oder toll singen. Oder wie bei Schaf Heidi (Lisa Wannemacher) und Hilde (Paula Maßfelder), die über die bessere Ernährung diskutieren: Natürlich Möhren oder eben Spinat. Derweil werden die Hauptdarsteller verhext und es wird um das Zurückbringen und Öffnen der Kiste gezockt. „Spinat ist ein Stück Macht“, frohlockt Popeye. Denn damit löst er die Versteinerung auf. Auch Wimpys Mutter verändert sich positiv. der Fortgang der Ereignisse bleibt spannend.

Karten: Acht Euro für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren sowie vier Euro für Kinder von vier bis 14 Jahren. Bestellungen: www.naturbuehne-graefinthal oder telefonisch unter (06804) 6556.

Seehexe Sibylle (Claudia Moschel) mit ihrem „Haarphone“ wird beim Kinderstück auf der Naturbühne von den Schafen verfolgt. Foto: Jörg Martin
Popeye (Thorsten Dincher, oben) kämpft mit seinem Widersacher Brutus (Markus Fillgraff, unten). Foto: Jörg Martin
Popeye (Thorsten Dincher, rechts) will bei der schönen Olivia (Melanie Mohrbach, links) Eindruck schinden. Foto: Jörg Martin
Die drei Seehexen Siglinde, Sixtina und Suleika sind iauf der Suche nach der Schatzkiste. Foto: Jörg Martin

Termine für Popeye Juni: Samstag, 15. (16 Uhr), Samstag, 22. (18 Uhr), Sonntag, 23. (16 Uhr) und Sonntag, 30. (16 Uhr); Juli: Samstag, 06. (18 Uhr), Sonntag, 07. (16 Uhr), Samstag, 13. (20.30 Uhr) und Sonntag, 14. (16 Uhr); August: Sonntag, 04. (16 Uhr), Samstag, 10. (20.30 Uhr), Sonntag, 11. (16 Uhr), Sonntag, 18. (16 Uhr), Samstag, 24. (18 Uhr) und Sonntag, 25. (16 Uhr).

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