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Kappensitzung der Sackschisser Ommersheim

Kostenpflichtiger Inhalt: Sackschisser Ommersheim : Die Ommersheimer „Sackschisser“ hatten mächtig Seegang

„Der Sackschisser hat Seegang“ lautet das diesjährige Motto beim Ommersheimer Karnevalsverein „Die Sackschisser“ (KVO). Es war am Samstagabend in vielen Punkten auch bei der Sitzung (Motto „Kapitäns-Dinner“) in der ausverkauften Saarpfalz-Halle wiederzufinden.

So residierte der Elferrat im Narrenschiff (Heimathafen: Ommersheim), die beiden Prinzenpaare in einem nur minimal weniger mächtigen Beiboot und Florian Kempf, der erste Vorsitzende, war im Kapitäns-Outfit erschienen und bediente an seinem Buzzer auch das Schiffs-Nebelhorn. Zudem trugen die Frauen im Elferrat Matrosen-Outfit, während im Publikum enorm viele Vertreter der Meeres- und Schiffswelt zugegen waren. Überhaupt die Gäste: Sie gingen von Anfang an mit. So war die Halle schnell in ein Meer von Blau-Weiß gehaucht. Was nicht fehlen durfte: Die Titelmusik des TV-Dauerbrenners „Das Traumschiff“ zum Einmarsch der beiden KVO-Prinzenpaare. „Majestätischen Besuch gibt es nun“, frohlockte Elferratspräsident Martin Ruffing, als Prinzessin Martina II. (Hartz) und Prinz Tobias I. „Wolle“ (Vogelgesang) sowie das Kinderprinzenpaar Prinzessin Ida I. (Greff) und Prinz Paul I. (Greff) mit der Großen Tanzgarde (Trainerinnen: Martina Hartz/Emma Thörner) auf der Bühne erschienen und von ihren bisherigen Erlebnissen plauderten. Medaillensammler Kinderprinz Paul I. durfte sich über eine Box mit KVO-Orden der letzten 22 Jahre freuen, weil er so viele Orden wie möglich einheimsen wollte.

Die Funktion des Eisbrechers hatte „Es Nissje“ (Kirk Rebmann) inne. Der saarländische Nachwuchsstar in Sachen Büttenreden verriet Omas Tricks, wie man mit ungewöhnlichen Methoden zu einer Million kommt und beschrieb auch liebsame Telefon-Störungen beim Gynäkologenbesuch. Kein Wunder, dass er die erste Rakete des Abends erhielt. Die wurde später vom Elferratspräsidenten kurzerhand auf fünfstufig ausgebaut. „Sackschisser Ahoi“ und „Zugabe, Zugabe!“ hatte Martin Ruffing hinzugenommen, als die Nachwuchsgarde (Trainerinnen: Michelle Post/Emma Thörner) den Schautanz „Atlantis“ aufführte. Sänger Peter Ruffing sorgte auch dieses Mal wieder mit seinem „Lied für Ommersheim“ für Stimmung. „Er ist immer noch in“, freute sich der Elferratspräsident, als er „De Wuschd“ alias Klaus Reichert (KV Alleh Hopp Spiesen) ankündigte. Der fährt neuerdings getrennt von seiner Frau in Urlaub, da diese sich einen 18-jährigen Tennislehrer geschnappt hat, während er sich mit der gleichaltrigen Sekretärin vergnügt. Auch hier überraschte die Rakete, nachdem er gemeinsam mit dem Publikum „Tarritarattata“ gesungen hatte, nicht. Auch die Juniorengarde (Trainerin: Jessica Herl) erhielt für ihren Showtanz „Ab in den Süden/Auf nach Mallorca“ eine zündende Zustimmung.

Auch Ortsvorsteher Stephan Piorko und Bürgermeisterin Maria Vermeulen wirkten als „Ein Schaf im Wolfspelz“ und „Rotkäppchen“ bei der Kappensitzung des Ommersheimer KV Die Sackschisser in der Saarpfalzhalle mit. Foto: Jörg Martin
Der Schautanz „Ab in den Süden“ der Juniorengarde kam bei der Kappensitzung des Ommersheimer KV „Die Sackschisser“ gut an. Foto: Jörg Martin
Die Prinzenpaare Prinzessin Martina II. (Hartz) und Prinz Tobias I. „Wolle“ (Vogelgesang) sowie das Kinderprinzenpaar Prinzessin Ida I. (Greff) und Prinz Paul I. (Greff) bei der Kappensitzung des Ommersheimer KV Die Sackschisser in der Saarpfalzhalle. Foto: Jörg Martin
„Mr. Dance“ (Elli Mohr, links) und Mrs. Music (Mia Schön, rechts) sorgten bei der Kappensitzung des Ommersheimer KV Die Sackschisser für Stimmung. Foto: Jörg Martin

Über sein angebliches Leben am Wörthersee philosophierte Ortsvorsteher Stephan Piorko, der als „Ein Schaf im Wolfspelz“ auftrat, mit viel Eigenironie. Er zähle jetzt zu den Multimilliardären, da seine Mutter ihr Grundstück verkauft habe, nahm er den Streit von vor wenigen Tagen ironisch auf die Schippe. Zusammen mit Bürgermeisterin Maria Vermeulen, die als „Rotkäppchen“ erschien, überreichte er den Scheck für den KVO-Rosenmontagsumzug. Den spendete der Elferratspräsident wenige Sekunden später wieder für den Wiederaufbau der Alten Pumpstation im Oberthal, welche beim Sturm massiv beschädigt wurde und für den Maibaum zurück. „Es ist das heimliche Herz von Ommersheim“, gab sich Piorko pathetisch.