Alles klar mit den Masken in Mandelbachtal Ein prima Team, das die Arbeit stemmt

Ormesheim/Mandelbachtal · Kollektives Masken-Einpacken und Verteilen war am Montag in der Gemeinde Mandelbachtal angesagt.

 Die Masken wurden in Ormesheim am Montag in Tüten gepackt, beschriftet und den Bürgern in Mandelbachtal überbracht. Im Bild (von links): Heike Bugglé, Miriam Bruch und Petra Henrich bei der Arbeit.

Die Masken wurden in Ormesheim am Montag in Tüten gepackt, beschriftet und den Bürgern in Mandelbachtal überbracht. Im Bild (von links): Heike Bugglé, Miriam Bruch und Petra Henrich bei der Arbeit.

Foto: BeckerBredel

Seit gestern herrscht im Saarland Masken-Pflicht in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr. Bürgermeisterin Maria Vermeulen hatte wie alle Bürgermeisterkollegen das Problem, die Blitzlieferung des Landes auch schnell zu den Menschen zu bringen. Das Mandelbachtal musste mit Masken versorgt werden, und das wurde am Montag angepackt. Rund 11 900 Männer, Frauen und Kinder leben hier. Nur Kinder bis zum Alter von sechs Jahren sind nicht verpflichtet, eine Maske zu tragen. Für alle anderen Bürgerinnen und Bürger brachte man Material.

„Wir bekamen 55 000 Masken in das Rathaus in Ormesheim geliefert, wo wir jetzt seit sieben Uhr verpacken, beschriften und den Bürgern die Masken nach Hause ausfahren“, so Bürgermeisterin Vermeulen. Jeder Einwohner bekam fünf Masken geliefert. Diese können zirka fünf Mal getragen werden, bevor sie dann entsorgt werden müssen. „Für uns war es die beste Variante die Menschen zu versorgen, ohne dass sie das Haus verlassen müssen. Wir haben viele ältere Menschen und auch einige die zu Risikogruppen gehören“ erzählt die Bürgermeisterin. Eine Ansteckung soll durch diese Variante vermieden werden.

Freiwillige Helfer unterstützten die städtischen Mitarbeiter tatkräftig. Alle Starterpakete wurden am gestrigen Montag an die Bürger der acht Ortsteile verteilt. Letzte Woche wurde bereits eine Liste zur Vorbereitung geführt: „Wer wohnt wo? Wer wohnt mit wem zusammen? Wie viele Personen wohnen in dem Haushalt? Das musste alles vorab geklärt werden. Das konnten wir allerdings gut aus unserem System auslesen“ so die 58-jährige Chefin im Rathaus.

Seit 10 Uhr am Montag wurden die Masken gepackt und in die Briefkästen verteilt. Für die Zukunft wünscht sich die Bürgermeisterin waschbare Masken, der Umwelt zuliebe. Vor allem sei ihr wichtig, dass die Gesundheit der Einwohner immer vorgeht. Stressfreier wäre es gewesen, wenn die Menschen in Mandelbachtal sich die Masken abgeholt hätten. Allerdings wurde schnell entschieden, dass Menschenansammlungen tunlichst vermieden werden sollten. Die Büroangestellte Elfi Wack erzählt: Wenn jemand noch nicht umgemeldet ist oder keine Maske bekommen hat, kann er sich gerne telefonisch melden und eine Maske abholen kommen.“ Seit Montagmorgen klingele andauernd das Telefon und die Anwohner fragten, wo die Masken bleiben und wann sie diese haben können. Viele seien höflich, einige allerdings auch unfreundlich, sie verstünden nicht, dass es einen Tag dauern könne, bis wirklich alle Exemplare ausgeliefert sind. Im Großen und Ganzen würden es die Leute aber schnell verstehen, wenn sie die Situation am Telefon erläutert bekommen.

Miriam Bruch arbeitet normalerweise als Kinderpflegerin. Am Montag half sie beim Zusammenstellen der Starterpakete. „Ich beschrifte die Pakete mit der Anzahl an Masken, die drin sind und fülle die Taschen dann mit der Stückzahl“ so die 24-Jährige. Sie wünscht sich für die Zukunft mehr junge Leute als freiwillige Helfer, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Die Leiterin der Kindertagesstätte Mandelbachtal, Heike Bugglé, findet die Arbeit im Team richtig gut. „Wir haben hier sehr viel Spaß zusammen, und ich finde die Zusammenarbeit funktioniert wie am Schnürchen,“ so die 51-Jährige. Bei der Fließbandarbeit wird sich aufgemuntert, unterstützt und es werden viele Witze gemacht.

Erzieherin Petra Henrich wertete die Sachlage sehr ähnlich. Mit so einem motivierten Team könne man gut zusammenarbeiten, meinte sie. Die 49-jährige Frau aus Biesingen arbeitet als Erzieherin und hat auch Spaß bei dieser Arbeit. Allerdings hofft auch sie, dass die Corona-Krise bald vorbei ist und alle in den Alltag zurückkehren können.

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