„Ich liebe meine Spieler“

Nachdem es im Sommer bei der Klassenzusammensetzung der Fußball-Kreisliga A Bliestal turbulent zugegangen war, stehen jetzt drei Teams aus dem Kreis vorne und vier im Mittelfeld der Tabelle. Einen richtigen Liebesschwur leistet dabei Tumaj Talimy, Spielertrainer des Tabellenführers TuS Ommersheim.

Das Tabellenbild zur Winterpause ist in der Fußball-Kreisliga A Bliestal aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der Partien ziemlich verzerrt. Auf die Meisterschaft oder zumindest Relegationsrang zwei dürfen nach jetzigem Stand noch neben Tabellenführer TuS Ormesheim (13 Spiele/37 Punkte) auch der Zweite SV Bruchhof-Sanddorf (14/34), der Dritte SG Parr Medelsheim (14/31), der Vierte SV Oberwürzbach (14/30) und der Fünfte SV Kirkel (14/29) hoffen. Die vier Kreisvereine TuS Mimbach (Siebter), FC Viktoria St. Ingbert II (Achter), TuS Rentrisch II (Neunter) und SV Alschbach (Zehnter) stehen mit Mittelfeld.

Am zufriedensten müssten die Verantwortlichen naturgemäß bei Spitzenreiter Ormesheim sein. TuS-Spielertrainer Tumaj Talimy schränkt seine Bilanz daher auch nur in einem Punkt ein: "Bis auf die Gegentore bei am Tabellenende platzierten Mannschaften bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden. Ganz wichtig war auch der 1:0-Sieg zu Rückrundenbeginn beim starken Aufstiegskonkurrenten SV Bruchhof-Sanddorf." Der Trainer, der selbst diese Saison schon mehr als einmal pro Spiel getroffen hat, ergänzt: "Wir wollen von ganzem Herzen Meister werden. Ich liebe meine Spieler und werde kein anderes Trikot mehr tragen."

Über die nächste Saison hat sich Talimy "zwar noch keine Gedanken gemacht", aber eins kann er jetzt schon sagen: "Dass der TuS Ormesheim die letzte Station von mir und meinem Bruder Turaj ist." Nach der Winterpause steht dem Trainer mit Puyan Teyfuri vom SV Saar 05 Saarbrücken III ein Neuzugang zur Verfügung. Er ist der Cheftrainer der saarländischen Trampolinturner.

Im Sommer hatte es noch kurzfristig so ausgesehen, als hätte die Kreisliga A Bliestal keine Zukunft mehr. So standen von den 15 Mannschaften der Vorsaison mit dem SV Bliesmengen-Bolchen II (Aufsteiger in die Bezirksliga Homburg) sowie den abgemeldeten SV St. Ingbert II und SC Ludwigsthal II auf einen Schlag gleich drei Teams nicht mehr zur Verfügung. Außerdem trat der SV Breitfurt fortan als SG Blickweiler-Breitfurt II in der Kreisliga A Höcherberg an.

Da der einzige Absteiger aus der Bezirksliga Homburg, die SpVgg. Einöd-Ingweiler II, ebenfalls der Höcherberg-Gruppe zugeordnet wurde, musste der Saarländische Fußball-Verband reagieren. Er versetzte den SV Bruchhof-Sanddorf, SC Union Homburg und den TuS Lappentascherhof in die Kreisliga A Bliestal. Außerdem sollte dort auch der SC Olympia Calcio Neunkirchen II antreten. So wäre man erneut auf eine Klassenstärke von 15 Mannschaften gekommen. Allerdings wollten dann die Olympia-Verantwortlichen plötzlich ihre Zweite doch nicht aufstiegsberechtigt antreten lassen.

Und zu allem Überfluss brachte auch der FC Niederwürzbach keine Mannschaft zusammen. Übrig blieben 13 Teams und ein total zerstückelter Spielplan, der in der Kürze der Zeit nicht mehr umgeschrieben werden konnte. Dies bedeutete für sämtliche Mannschaften, mitten in einer Saison mehrere spielfreie Wochenenden hintereinander.

Die Aufregung innerhalb der Vereine war teilweise groß. Und es hagelte Kritik am Verband. Dennoch muss man den SFV-Verantwortlichen auch zugutehalten, dass sie schlichtweg vom Rückzug von Niederwürzbach und Olympia Calcio II überrascht waren.

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