Heckendalheim hat seinen Rasen

Das Rot des Braschenplatzes gehört der Vergangenheit an, jetzt stehen alle Zeichen auf Grün: Auch die Heckendalheimer Fußballer haben nun ihren eigenen Rasenplatz. Aber noch ist nicht alles fertig.

Wer in diesen Tagen beim Sportplatz in Heckendalheim vorbeischaut, stutzt mit Sicherheit. Der Bereich in der Straße Am Geißrech sieht völlig anders aus. Wo früher ausgelatschte rote Erde ein langweiliges Einerlei des Hartplatzes bestimmte, herrscht nun sattes, strahlendes Grün des Rasenplatzes. Obwohl noch Restarbeiten im Gange sind, sieht alles aufgeräumter und frischer aus. Und der Rasen ist höher. Seit Anfang Oktober ist der neue Naturrasenplatz des Sportvereins (SV) Heckendalheim bespielbar. Seither haben auch die ersten Trainingseinheiten stattgefunden.

"Die Spieler waren total happy. Wie kleine Kinder", freut sich Bernhard Knebel, der AH-Chef. "Die wollten gar nicht mehr heim", berichtet Josef Lück, der Vorsitzende des SV. Wenn dann noch abends das Flutlicht eingeschaltet sei, wirke das Ganze mehr als professionell und strahle eine ganz gewisse Atmosphäre aus. Noch ist nicht alles fertig.

Eröffnung im Sommer 2015

Bis zur offiziellen Eröffnung im Juli 2015 sind noch einige Arbeiten in Eigenleistung zu erledigen. Hauptsächlich muss der Umrandungszaun gebaut werden. Mit dem Spatenstich am 26. Mai und der gewonnenen Meisterschaft ging alles los. Der alte Braschenplatz musste abgetragen werden. Als 14 Tage später die Baufirma kam, trat das erste nicht vorhersehbare Problem auf: Der Bagger war zu schwach. Ein anderer musste her, und es kam zu einer Verzögerung von einer Woche. Nervös war bei den Machern des Vereins niemand. Die Heimspiele hatte man verlegt. Es fanden nur Auswärtsspiele statt. Trainiert wurde dank der guten Kontakte mit dem Fußballern aus Ommersheim und Erfweiler-Ehlingen auf deren Plätzen.

"Es dauerte, bis der Rasen angegangen war", berichtet SV-Chef Lück. Im Sommer mussten man gar alle drei Stunden rund 10 000 Liter Wasser über die Bewässerungsanlage fließen lassen. An heißen Tagen gar 12 000 Liter. 200 000 Euro hat die Baumaßnahme gekostet. Davon wurden 50 000 Euro in Eigenleistung erbracht. Ein Sponsor hatte dafür auch Maschinen und Arbeiter zur Verfügung gestellt. Bis zu 24 Personen waren meistens samstags im Einsatz. Der "harte Kern" schuftete täglich. "Durchschnittlich waren wir etwa zwölf Helfer", berichtet der SV-Vorsitzende Josef Lück.

Rasenmäher über Spenden

Hilfe gab es auch von außerhalb des Ortes. Und je weiter die Arbeiten fortschritten, umso größer wurde auch die Freude. Zwar waren die Kosten am Ende 10 000 Euro höher, weil das Niveau des Rasens angehoben wurde. Dafür fließt das Wasser bei Regen wesentlich schneller ab. Doch die Kostensteigerung ging auf Kosten der geplanten Anschaffung eines Rasenmähers, den man nun über Spenden finanzieren will. Doch zunächst wollen die "Dahlemer" Kicker am kommenden Sonntag, 30. November, um 12.45 Uhr mit dem ersten Spiel der zweiten Mannschaft auf dem neuen Grün eine Scharte auswetzen: Verletzungsbedingt hatte man im Hinspiel 3:1 gegen Niederbexbach verloren. Das Spiel der ersten Mannschaft, ebenfalls gegen Niederbexbach, findet dann um 14.30 Uhr statt.