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Gemeinsame Lebenswelt für Menschen mit und ohne Behinderung

Gemeinsame Lebenswelt für Menschen mit und ohne Behinderung

Walsheim. Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung liegt ihm besonders am Herzen. Bei seinem Besuch in Haus Sonne fragt Hubert Hüppe, seit Ende 2009 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, immer wieder nach der Einbindung der Bewohner in das Leben des Dorfes und der Gemeinde

 Die Mitarbeiter in der Demeter-Bäckerei von Haus Sonne freuten sich über den Besuch von Wolfgang Gütlein (vorne rechts) und Hubert Hüppe (stehend rechts). Foto: roel
Die Mitarbeiter in der Demeter-Bäckerei von Haus Sonne freuten sich über den Besuch von Wolfgang Gütlein (vorne rechts) und Hubert Hüppe (stehend rechts). Foto: roel

Walsheim. Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung liegt ihm besonders am Herzen. Bei seinem Besuch in Haus Sonne fragt Hubert Hüppe, seit Ende 2009 Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, immer wieder nach der Einbindung der Bewohner in das Leben des Dorfes und der Gemeinde. "Ich möchte, dass man noch mehr miteinander lebt und lernt, im Sinne einer echten Inklusion", erklärt er sein Hauptanliegen. Im Haus Sonne gefalle ihm deshalb besonders gut, dass man versuche, die Lebenswelt der Einrichtung mit den Menschen im Wohnort gemeinsam zu gestalten. Außerdem sei das Angebot im künstlerischen Bereich vorbildlich. Annette Gischler, Leiterin des Wohnbereichs, erklärt im lichtdurchfluteten großen Saal des Hauses, dass Musik und Eurythmie in der anthroposophisch orientierten Einrichtung als therapeutische Angebote selbstverständlich sind. Wolfgang Gütlein, Landesbeauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderung, hat Hüppe zur Besichtung ins Haus Sonne gebracht. Gütlein begründet die Entscheidung mit: "Für mich ist Haus Sonne ein Kleinod unter den saarländischen Einrichtungen. Ich habe das vorgeschlagen, damit man in Berlin sieht, wie gut eine solche Einrichtung im Einklang mit der Natur und dem Biosphärengedanken funktionieren kann". Nach dem Besuch in der hauseigenen Demeter-Bäckerei, der Gärtnerei, Handweberei, Kerzen- und Papierwerkstatt in Walsheim, geht es weiter zum landwirtschaftlichen Arbeits- und Lebensangebot am Neukahlenberger Hof. Dort stehen 30 Kühe plus Jungtiere im Stall und auf der Weide und werden von Menschen mit Behinderung versorgt. Georg Mayer, Leiter des landwirtschaftlichen Demeter-Betriebs, erläutert, dass außerdem noch rund 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche und die damit verbundene Arbeit zum Hof gehören. Hüppe fragt wieder nach dem Kontakten mit dem Umland. "Durch den Hofladen und die Käserei sind wir hier in ständigem Kontakt mit den Einwohnern der umliegenden Dörfer", erklärt Mayer dazu. Außerdem besuche man mit den 14 Bewohnern des Hofes auch die Feste in der Region. Und das jährliche Hoffest ziehe viele Besucher aus nah und fern zum Miteinander Feiern auf Hof. Der Neukahlenberger Hof werde dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen mit einem großen Hoffest am Sonntag, 27. Juni, feiern, kündigt Mayer an. roel