Geldspender für Kapelle gesucht

Die Josefskapelle in Erfweiler-Ehlingen ist Bethaus und kulturelles Denkmal zugleich. Viele Dachziegel sind brüchig. Da der Kirchenstiftung St. Mauritius Geld für die Sanierung fehlt, ruft diese nun zu Spenden auf.

Am 21. Juni 2017 wird Erfweiler-Ehlingen den 150. Jahrestag der Grundsteinlegung der Josefskapelle feiern. Sie geht auf ein Gelübde aus dem Jahr 1866 zurück. Damals bekämpften sich das Königreich Preußen und das Kaiserreich Österreich, auf dessen Seite das Königreich Bayern stand, zu dem auch die Bliesgaudörfer gehörten. "Wir bauen zu Ehren des heiligen Josef eine Kapelle, damit unsere Gegend von den Leiden des Krieges verschont bleibe und alle Jünglinge und Männer wohlbehalten aus dem Krieg heimkehren möchten."

Am 21. Juni 1867, nachdem alle Männer unversehrt aus dem Krieg heimgekehrt waren, wurde auf einem Höhenrücken oberhalb Erfweilers der Grundstein für die Kapelle gelegt. Geld war nicht vorhanden. Der Bau war nur möglich, weil einheimische Männer unentgeltlich nicht nur im nahen Bruch Steine brachen, sondern auch Handwerker- und Fuhrdienste leisteten. Seit 1880 wird der Josefstag am 19. März eigens gefeiert. Die weithin sichtbare Josefskapelle ist zunächst eine kirchliche Stätte, die von vielen Menschen, auch aus dem weiteren Umfeld, aufgesucht wird.

Die Eintragungen im Besucher-Buch lassen erahnen, aus welchen Gründen, häufig aus welchen Notlagen, die Gläubigen die Kapelle besuchen. Sie ist aber nicht nur ein Bethaus, sie ist auch ein herausragendes kulturelles Denkmal. Nun ist die Kapelle in Erfweiler-Ehlingen selbst in einer Notlage. Das Dach ist undicht, viele der weit über 70 Jahre alten Ziegel sind brüchig.

Die Kirchenstiftung St. Mauritius kann die Neueindeckung allein nicht stemmen, sie ist auf Spenden angewiesen. Deshalb bittet die katholische Kirchenstiftung um finanzielle Unterstützung bei dem Projekt "Sanierung der Josefskapelle".

Weitere Informationen bei Bernhard Becker, Vorsitzender des Gemeindeausschusses unter der Tel. (0 68 03) 15 93.