Rassegeflügelzuchtverein Heckendalheim : Geflügelzüchtern fehlt der Nachwuchs

Nur sechs Züchter beteiligten sich mit rund 85 Tieren an der Lokalschau am Wochenende in Heckendalheim.

Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Heckendalheim: Der Duft von Leberknödeln und Sauerkraut zieht beim Züchterabend durch den Gastraum vor der Halle. Dort wurden die Tiere bei der Lokalschau des Rassegeflügelzuchtvereins ausgestellt. Helfer bedienen die Vereinsmitglieder und Gäste. Es herrscht gute Stimmung an diesem ersten Tag der Hühner- und Taubenausstellung. Auch, weil Vorstandsmitglieder nach und nach die Bestandteile der Tombola aus einem benachbarten Raum herbeitragen und auf Tischen platzieren, was für Spannung sorgt. Allerlei Nützliches findet sich dabei. Viele hoffen, dass sie keine Nieten ziehen und mit einem der Preise nach Hause gehen können.

Im Vorjahr musste die Lokalschau ausfallen, da nicht genügend Tiere gemeldet worden waren, blickt Armin Wiesmeier, der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Heckendalheimer Züchter, der an diesem Abend Günter Dreckmann vertritt, im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. Auch dieses Mal waren wegen Erkrankung weniger Züchter als sonst angetreten. Bislang konnte man auf etwa 15 Aussteller zählen. Dieses Mal waren nur sechs Züchter mit rund 85 Tieren, statt der sonst bis zu 200 Hühner und Tauben, anwesend. Der Verein sei sehr überaltert. Gerade einmal drei Minderjährige finden sich in der Mitgliederkartei des Rassegeflügelzuchtvereins Heckendalheim. Und die auch nur, weil die Väter selbst im Verein aktiv sind. Es sei auch eine Generations-Frage, erklärt Wiesmeier. Er beklagt, wie viele andere Vereine auch, den Nachwuchsmangel. „Die Jugendlichen heute haben andere Dinge im Kopf und die Alten sterben uns weg“, bedauert der Züchter. Der Verein hat derzeit 45 Mitglieder. Davon zählt ein Drittel zu den Aktiven.

Am Samstag galt es zunächst die besten Züchter mit Pokalen und Wanderpokale zu ehren. „Wir hatten bei den Zwerghühnern nur einen Aussteller. Aber der war unschlagbar“, kommentierte Armin Wiesmeier bei der Siegerehrung die Platzierung von Jürgen Leonhardt. „Mir gefällt die Ausstellung sehr gut. Meine Söhne haben mich schon aufgefordert, Hühner anzuschaffen. Vielleicht nehme ich diese Idee mal in Angriff“, meinte Bürgermeisterin Maria Vermeulen in ihrer Rede. Sie fand es toll, dass der Verein eine solche Ausstellung „stemmt“. Dietmar Purper, der Kreisvorsitzende, hatte für Reinhardt und Jürgen Leonhardt zwei Ehrenpreise dabei. Preisrichter war August Stadtler.

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