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Gäste aus der Rhön erkunden Bliesgau-Molkerei

Gäste aus der Rhön erkunden Bliesgau-Molkerei

Ommersheim. Schon viele interessierte Landwirte besuchten die Bliesgau-Molkerei in Ommersheim - jetzt informierte sich eine Gruppe aus der Rhön vor Ort über die Entwicklungen in dem jungen Unternehmen. Zusammen mit dem Bauernverband Fulda organisierte der Verein "Natur- und Lebensraum Rhön" die Fahrt, wie der Biosphärenzweckverband Bliesgau mitteilt

Ommersheim. Schon viele interessierte Landwirte besuchten die Bliesgau-Molkerei in Ommersheim - jetzt informierte sich eine Gruppe aus der Rhön vor Ort über die Entwicklungen in dem jungen Unternehmen. Zusammen mit dem Bauernverband Fulda organisierte der Verein "Natur- und Lebensraum Rhön" die Fahrt, wie der Biosphärenzweckverband Bliesgau mitteilt. "Wie überall in Deutschland kämpfen auch unsere Landwirte mit geringen Milchpreisen", sagt Martin Krämer, Geschäftsführer des Vereins. "Anstatt zu resignieren, sind die Rhöner aber offen für neue Perspektiven und gute Beispiele aus anderen Regionen." Ein gutes Beispiel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sei die Bliesgau-Molkerei. Hier werde im Einklang mit der Natur nach Bioland-Kriterien gewirtschaftet, schmackhafte Lebensmittel würden produziert und diese in der Region vermarktet. Aus erster Hand berichteten die Milchbauern Werner und Jochen Wack von ihrem Weg zur eigenen Bio-Molkerei, der nicht immer einfach war. Gerade in der Aufbauphase gab es einige Hürden zu nehmen, doch mittlerweile ist die kleine Molkerei auf Erfolgskurs. Bio-Vollmilch, Bio-Quark, Bio-Joghurt mit und ohne Frucht und Bio-Frischkäse werden mittlerweile über viele Geschäfte im Saarland und Rheinland-Pfalz vermarktet. "Als Gegentrend zur Globalisierung möchten heute wieder mehr Menschen wissen, wo Ihre Lebensmittel herkommen und vor allem, wie sie produziert werden, insbesondere bei uns im Biosphärenreservat Bliesgau", weiß Werner Wack von der Bliesgau-Molkerei, "das merken wir deutlich am Absatz." So deutlich, dass sie gerne mehr Milch in Bio-Qualität aus der Region verarbeiten würden. Das Interesse der hiesigen Milchbauern an einer Umstellung auf Bio sei noch sehr verhalten, doch ein Betrieb aus Altheim mache mit und werde künftig seine Milch nach Ommersheim liefern. red