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Bürgermeisterwahl 2019
FWG stellt keinen Bürgermeister-Kandidaten

 Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für das Amt des Bürgermeisters im Ormesheimer Rathaus endet am 21. März 2019 um 18 Uhr.
Die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für das Amt des Bürgermeisters im Ormesheimer Rathaus endet am 21. März 2019 um 18 Uhr. FOTO: Tobias Fuchs
Mandelbachtal. Freie Wähler in Mandelbachtal wollen allenfalls einen Bewerber unterstützen, der keiner Partei angehört. ert

Die Freien Wähler (FWG) Mandelbachtal wollen zur Bürgermeisterwahl am 26. Mai  kommenden Jahres keinen eigenen Bewerber aufstellen, würden allerdings einen nicht parteigebundenen Kandidaten unterstützen. Wie die FWG weiter mitteilt, würden es die Freien Wähler Mandelbachtal bedauern, wenn die Wahl 2019, wie schon im Wahljahr 2011, „zum Duell zwischen zwei Parteikandidaten degeneriert, das heißt das Parteibuch das entscheidende Kriterium bildet. Die Gemeinde würde dann erneut um jeden Bewerber gebracht, der zwar über hohe Kompetenzen nicht aber über Truppen verfügt“, so FWG-Chef Gerhard Hartmann in einer Presseerklärung. Die Stelle der neuen Verwaltungsspitze werde bekanntlich ausgeschrieben. Die FWG erhoffe sich „Bewerber mit Kompetenz, Erfahrung und der so dringend notwendigen Unabhängigkeit von jeglichen Partei-, Orts- und Vereinsbindungen“.


Nicht zuletzt das Fehlen dieser Qualitäten habe nach Meinung von Gerhard Hartmann, Vorsitzender der FWG Mandelbachtal und deren Fraktionschef, die Gemeinde Mandelbachtal in der Vergangenheit an den Rand der Existenz, Selbstbestimmung und Selbstgestaltung geführt. Insofern verstehe es sich von selbst, dass die Freien Wähler mit keinem eigenen Kandidaten aufwarten, dem bereits von vornherein Stallgeruch anhängen würde. Vielmehr würden die Freien Wähler jede Bewerberin und jeden Bewerber unterstützen, die oder der die oben genannten Voraussetzungen erfülle. „Wir werden die Wahl also nicht durch das Aufstellen einer eigenen Kandidatin oder eines Kandidaten dergestalt beeinflussen, dass den Bürgerinnen und Bürgern nur die Wahl zwischen Parteisoldaten bleibt“, so Hartmann. Die Finanznot der Gemeinde, der Sanierungs- und Investitionsstau, die fehlende Einsicht der acht Gemeindebezirke, sich vorbehaltlos als Mandelbachtal zu verstehen und nicht zuletzt die Fremdbestimmung der Gemeinde durch Zweckverbände erforderten Kandidaten, die nicht Teil des „Systems Mandelbachtal“ und damit vorbelastet seien. Mandelbachtal benötige an der Verwaltungsspitze eine Person, die das Rathaus am straffen Zügel führe, Wünsche und Sorgen aller Bürgerinnen und Bürger auf- und ernstnehme und gemeinsam mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierung auf Augenhöhe offen daran arbeite, Mandelbachtal eine Zukunft zu geben.

Ansonsten würden erneut Diskussionen über völlig neue Konstellationen aufkommen, in die die Freien Wähler Mandelbachtal wohl als einzige Gruppierung im Gemeinderat ergebnisoffen gehen würden, so Gerhard Hartmann zum Thema Bürgermeisterwahl abschließend.