Deutsch-französische Freundschaft: Freundschaftliche Bande auf der Grenze

Deutsch-französische Freundschaft : Freundschaftliche Bande auf der Grenze

Gelebte Freundschaft der Nationen ist das Habkircher Brückenfest. Jetzt fand es bereits zum 18. Mal auf der ehemaligen Grenze statt.

„Von diesem Augenblick haben unsere Eltern- und Großeltern nur geträumt. Heute feiern wir hier genau auf der ehemaligen Grenze“, rief Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am Samstagabend bei der Eröffnung des 18. Brückenfestes Habkirchen-Frauenberg den Besuchern in Erinnerung. Die Schirmherrin sprach allen, die in der Vergangenheit an diesem langen Prozess mitgewirkt hatten, ihren Dank aus. „Heute ist ein großer Tag für Frauenberg und Habkirchen“, frohlockte Aloys Hauck, der Maire von Frauenberg, bei seiner Eröffnungsrede. Er ließ kurz die geschichtlichen Etappen in seiner Ansprache Revue passieren. „Das Fest hat immer noch seine Wirkung und Aufmerksamkeit“, freute sich Bürgermeister Gerd Tussing.

„Hier wird die deutsch-französische Freundschaft gelebt“, rief Jörg Lück, der stellvertretende Ortsvorsteher von Habkirchen in Erinnerung. Man habe großen Grund, stolz auf dieses Fest zu sein, meinte Lück. Jörg Fuchs, der erste Vorsitzende des Angelsportvereins Habkirchen, betonte vor allem den Aspekt der Völkerverständigung und der Tradition. Dankbar waren die Organisatoren, die Arbeitsgemeinschaft der Vereine Frauenbergs und der Angelsportverein Habkirchen, vor allem für das Wetter am Samstag, welches Petrus beigesteuert hatte. Der Ehrenwein und das frisch gezapfte Pils, welches Bürgermeister Gerd Tussing und die Regierungschefin ausgaben, war genau das Richtige, was bei dem heißen Wetter ankam.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt war auch dieses Mal wieder das Festgelände, welches sich von der Blieskasteler Straße in Habkirchen über das Zollmuseum über die Freundschaftsbrücke bis zum Dorfplatz von Frauenberg in der Rue Principale erstreckte. Von dort waren auch die Redner mit dem Feierzug über die Brücke zum Platz gegenüber dem Zollmuseum auf deutscher Seite marschiert. Auf dem Zu- und Abgang der Brücke sowie darauf war alles mit bunten Fahnen sowie mit Europaflaggen geschmückt gewesen. Ihnen voraus ging eine Kindergruppe, Fahnenschwenker und die Fanfare St. Pierre Remelfing.

Auf französischer Seite blieb man indirekt einem Prinzip treu: Die Besucher in ein kleines französisches Dorf mit Flair zu entführen, als wäre man irgendwo in der Bretagne, Normandie oder im Süden. Neben Paella, Crêpes oder Cocktail-Ständen sorgte hier vor allem das Savoir-Vivre auf dem Dorfplatz in der Rue Principale für Atmosphäre. Während die Kinder zu annehmbaren Preisen auf dem Karussell ihren Spaß hatten, saßen die Eltern entweder unter Bäumen oder im Zelt bei der Band „Calypso“. Andere standen in der Zeit für Flammkuchen Schlange oder übten sich spaßeshalber an Ritterspielen vor der Brücke. Gegarten Fisch, Flammkuchen und die übliche Bratwurst-Angebotspallette, Letztere einmal völlig anders, bestimmte das Angebot auf der deutschen Seite, wo am Samstagabend die „Wittersheim Allstars“ mit Rock einheizten. „Mhhh..., diese Cocktails“, schwärmte Carla Bussmann aus Homburg am Samstagabend und orderte gerade nochmal einen zweiten nach.

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