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Freie Wähler in Mandelbachtal beklagen die Verkehsbelastungen

Die Freien Wähler in Mandelbachtal melden sich zu Wort : FWG moniert die Verkehrsverhältnisse in Mandelbachtal

Die Freien Wähler (FWG) Mandelbachtal prangern, wie sie schreiben, seit mehr als einer Dekade die schlimmen Verkehrsverhältnisse in Mandelbachtal, insbesondere in Ommersheim an. Verkehrssicherheit, Verkehrslärm und seine Folgen – das sei in vielen saarländischen Kommunen längst ein Thema – jedoch nicht stark ausgeprägt im Saarpfalz-Kreis.

Und erst recht nicht im der Gemeinde Mandelbachtal, so Gerhard Hartmann, der FWG-Vorsitzende in Ommersheim und Mitglied des Ortsrats. Vielen Menschen im ländlichen Raum, insbesondere in den Ortsdurchfahrten, „kraust es heute schon, wenn bei den ersten wärmeren Tagen in Scharren die Motorräder und Quads – viele fernab jeglicher Verkehrsregeln – durch die Wohnbebauung der Biosphärenregion Bliesgau brausen. Nicht vergessen sollte man, dass Einige dann noch einen unerträglichen Lärmteppich hinter sich herziehen.“ Es wäre doch so einfach, Motorräder schnurren zu lassen wie ein Kätzchen, wenn sie denn ein verantwortungsvoller Mensch fortbewege, so Hartmann.

Viele Menschen in diesem lauten Umfeld der Ortsdurchfahrten, insbesondere an der stärkst belasteten Ortsdurchfahrt Ommersheim, würden sagen, „dass es keinen Spaß mehr macht, hier zu wohnen.“ Der motorisierte Verkehr nehme zu, insbesondere im Saarland. Dass Saarland sei Spitzenreiter bei den zugelassen motorisierten Fahrzeugen, Schlusslicht bei ÖPNV und bei vielen anderen Dingen. Beispielhaft dafür seien die vielen Lücken im Radwegenetz und die fehlenden Alltagsradwege, die auch im ländlichen Raum wichtig seien.

Dem immer stärker werdenden motorisierten Verkehr könne die Alt-Straßeninfrastruktur nicht mehr standhalten. Das Klientel der ministeriellen „Denker und Lenker“ im Bundesland der kurzen Wege habe den Weitblick im Bereich der Straßeninfrastruktur sträflich verbummelt. Die Mängel seien unübersehbar und sollten nicht in gewohnter Manier durch die Verantwortlichen wegdiskutiert werden.

„Mit dem motorisierten Verkehr wachsen die Verstöße gegen die StVO: Überholverbote, lautstarker Verkehrslärm, Parken auf Bürgersteigen, rechtswidrige Nutzung von Anliegerstraßen seien ein tägliches Ärgernis für viele Menschen. Bedauerlicherweise fehlten dem Land als Baulastträger für die Ortsdurchfahrten Ideen zur baulichen Veränderung dieser Straßen, um dort zu verweilen und vergleichbare Lebensverhältnisse wie bei vielen anderen Bürgern zu schaffen. Der Saarpfalz-Kreis, der ein kreisweites Konzept zur Verkehrsberuhigung durch den Landrat angekündigt habe, dümpele seit Februar 2017 vor sich her. Niemand wisse, wann es umgesetzt werden wird oder wo etwa Problempunkte entschärft werden sollen. Indes bei den Franzosen, in den Benelux-Ländern, habe sich bei der Verkehrsinfrastruktur Einiges zügig und deutlich verbessert. Mit Verkehrsrüpeln werde kurzer Prozess gemacht. In der Regel funktioniere dies „durch Schmerzen über den Geldbeutel“. Bei uns gebe es noch einiges zu tun, so Hartmann abschließend.