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Erfweiler-Ehlingen: Förderverein setzt sich für die Josefskapelle ein

Erfweiler-Ehlingen : Förderverein setzt sich für die Josefskapelle ein

Bereits am 14. Juli 2017 sind rund 20 Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf von Bernhard Becker vom Gemeindeausschuss St. Mauritius Erfweiler-Ehlingen gefolgt und haben sich zur Gründungsversammlung eines Fördervereins Josefskapelle Erfweiler-Ehlingen im Pfarrheim eingefunden. Nach eingehender Beratung wurde dann einstimmig der Beschluss gefasst, einen Verein zu gründen, dessen Zweck es ist, die katholische Kirchenstiftung Erfweiler-Ehlingen bei Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Josefskapelle und den Stationshäuschen der „Sieben Schmerzen Mariens“ zu unterstützen. Nachdem eine Vereinssatzung erarbeitet wurde, die in Inhalt und Form der Anforderungen des Finanzamtes hinsichtlich der Anerkennung der Gemeinnützigkeit und des Amtsgerichts zwecks Eintragung in das Vereinsregister entspricht, wurde die Satzung in der vorgelegten Form von den Mitgliedern beschlossen.

Hintergrund für das Erfordernis eines Fördervereins ist der bedenkliche bauliche Zustand des Kapellendaches, der eine umfangreiche Sanierung erforderlich macht. Recherchen haben in letzter Zeit ergeben, dass sowohl die roten Falzziegel als auch das Gebälk quasi aus zweiter Hand stammen – nämlich von einer aufgegebenen gemeindlichen Feldscheune, die auf dem Gelände der späteren Grubengarage in der heutigen Weiherstraße stand.

Zeitzeugen wie der ehemalige Gemeindediener Albert Hubert berichteten, dass kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges diese Feldscheune dort schon vorhanden war. Damit kann man das Alter von Gebälk und Ziegeln getrost auf 100 Jahre fixieren. Aus der Pfarrchronik ist weiter zu entnehmen, dass der aus dem Dorf stammende damalige Pfarrverweser Pater Ferdinand Quack im Jahr 1945 mit den Pfarrangehörigen das Gelübde erneuerte, dass der Josefstag als gemeindlicher Feiertag zu begehen ist und dass das durch Flieger stark beschädigte Dach durch freiwillige Helfer aus den genannten Materialien neu eingedeckt wird.

Diese Feststellungen decken sich mit den Erkenntnissen, die eine Mitarbeiterin des betreuenden Ingenieurbüros durch Inaugenscheinnahme gemacht hat. Damit besteht für die umfassende Sanierung des Dachaufbaues dringender Handlungsbedarf. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 85 000 Euro. Das Umweltministerium hat bereits einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 44 000 Euro übergeben. An Spenden sind bisher 21 000 Euro eingegangen, was einmal mehr die Wertschätzung an dem zwischen 1867 bis 1969 erbauten Gotteshaus unter Beweis stellt. Der neue Kapellenverein will einen Beitrag zum dauerhaften Erhalt des Gebäudes leisten.