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Fastnachtsumzug in Ommersheim mit mehr als 30 Gruppen

Gaudiwurm in Ommersheim mit mehr als 30 Gruppen : Und die belgischen Freunde brachten eine rollende Kneipe mit

„Jetzt geht´s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten!“ tönte es aus dem ersten Wagen des Ommersheimer Rosenmontagsumzugs. Um 14.11 Uhr setzte sich der Gaudiwurm in Bewegung. „Alleh hopp!“ riefen die rund 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fußgruppen und Motivwagen.

Felix (7) war mit Papa Markus aus Habkirchen gekommen, um den Zug zu sehen. Er war als Luigi aus dem Computerspiel „Super Mario“ verkleidet. Um die Schulter trug er an einem Riemen eine bunte selbst gebastelte Papp-Box mit einer großen Öffnung oben. „Süßigkeitenmaschine“ hatte er drauf geschrieben. Am Ende des Zuges wird die Maschine viel produziert haben, denn großzügig warfen die Zugteilnehmer Gudzjer, Lollis, Popcorn, Schokoriegel und Traubenzucker. Viele Kinderhände gingen zum Boden und sammelten das Zuckerzeug von der Straße. Für die Großen gab es Schnäpschen oder Dosenbier. Einige Gäste trugen kleine Wimpel an ihren Jacken. „Sackschisser hat Seegang“ stand dort zu lesen. Diese konnte man für 1 Euro kaufen und damit seine Verbundenheit mit dem ausrichtenden Faasenachtsverein „Die Sackschisser“ zeigen. „Wir freuen uns sehr, wieder über 30 Gruppen dabei zu haben“, erklärte Florian Kempf, 1. Vorsitzender und Zug-Chef.

Neben vielen Ommersheimer Vereinen wie „die lustigen Hausfrauen“ (und -männer) mit ihren rollenden Betten, der Heggestorzeläufer („Saufen statt Laufen“) oder dem TuS mit den „Original Ommaschumma TuS-Hexen“ waren natürlich die Garden und Funkenmariechen sowie das Prinzenpaar und das Kinderprinzenpaar der Sackschisser mit von der Partie. Aber auch aus Blickweiler, Aßweiler, Fechingen, Biesingen oder Heckendalheim kamen befreundete Vereine, Musikkapellen und Gruppen als Verstärkung. Gleich dreifach war die Bundeskanzlerin dabei. „Wir schaffen das!“ stand auf ihren Schildern.

Die weiteste Anreise hatten drei Gruppen aus Vichte in Belgien. „Wir haben eine seit über 50 Jahre andauernde Ortsfreundschaft. Die Vichtener reisten mit einem Fanfarenzug, einer kleinen „rollenden Kneipe“ und einer riesigen Bierbrauer-Figur an. „Freundschaft und Bier über Grenzen“ hieß deren Motto. „Es gibt dort ein Pils, in dessen Etikett sogar das Ommersheimer Wappen seinen Platz gefunden hat“ erklärte Kempf stolz. 4 x 11 Jahre alt wird der Ommersheimer Karnevalsverein in diesem Jahr und somit ist der Umzug gleichzeitig eine närrische Jubiläumsparade. Das Reizvolle an der Wegstrecke: an der Ecke Hofstraße und Oberwürzbacher Straße schließt sich die Schleife, die der Umzug macht und der erste Wagen setzt sich gleich wieder hinter den letzten, so dass der Zug – sehr zur Freude der Gäste am Straßenrand – einfach mehrere Runden dreht. Vor der Hofstraße 17 hat die Familie Kirchner/Bach einen Stehtisch aufgestellt und feiert dort mit Freunden. Getränke und Knabbereien stehen bereit, für die gute Stimmung sorgen die vorbeiziehenden Gruppen und Karnevalisten.

Na, wen haben wir denn da aus der Bundespolitik? Foto: Petra Pabst
Diese Gruppe hatte ihre Betten mitgebracht, sehr zur Freude der Zuschauer. Foto: Petra Pabst

Nach der Veranstaltung hatte jedoch das Feiern noch kein Ende. Denn nun zogen die Faasenachtsbooze weiter zur Saarpfalz-Halle, die anschließend wieder aus allen Nähten platzte. Hier feierten die Närrinnen und Narren ausgelassen noch bis in den späten Abend ihren Rosenmontag bei der After-Show-Party, bei der noch einmal 150 Mitwirkende der Garden und Gruppen des KVO Auszüge aus ihrer Sitzung zeigten und auch die mitwirkenden Musikkapellen für mächtig gute Stimmung sorgten.