Habkirchen: „Es gibt die Jugend, die verändern will“

Habkirchen : „Es gibt die Jugend, die verändern will“

Die Studentin Yolanda Stabel aus Habkirchen engagiert sich neben ihrem Studium intensiv für das Kinderhilfswerke UNICEF.

„Man kann was bewirken“ – wenn Yolanda Stabel das über die Lippen kommt, ist man schon überzeugt. Die 19-Jährige, die vielen durch ihre Schauspiel-Tätigkeit an der Gräfinthaler Naturbühne bekannt ist, will die Welt verändern. Auf der Bühne ist sie weiter als Leiterin der Jugendgruppe aktiv. Mittlerweile ist sie im Juniorbeirat von UNICEF Deutschland. Alles fing in der UNICEF-AG der Schule an. Auf dem Gipfel in Berlin hatte sie ihr Schlüsselerlebnis. „Ich habe andere gesehen und festgestellt, es gibt die Jugend, die verändern will“, blickt die Studentin der Materialwissenschaften und der Werkstofftechnik zurück. Sie habe nicht gewusst, was sie machen soll und sich für die beiden Fächer entschieden, die all das kombinieren, was sie interessiert, sagt sie. Es gibt absichtliche Unterschiede zwischen Engagement und Studium. Mit ihren Mitstreitern von der UNICEF-Hochschulgruppe hat sie schon Aktionen in der Saarbrücker Innenstadt durchgeführt. Durchweg positiv seien die Reaktionen gewesen.

Man findet es gut, dass die Jugend was macht, höre die Studentin oft, die sich in ihrer Freizeit gerne mit Politik und Filmen beschäftigt. Der Juniorbeirat, der aus zwölf Mitgliedern besteht, wird auf zwei Jahre gewählt. Zu seinen Aufgaben zählt etwa die Vorbereitung und Organisation des UNICEF-Youth-Festivals, welches im Juni 2018 in Nürnberg stattfinden wird. Das Gros der Mitglieder ist zwischen 14 und 18 Jahren alt. „Der Weg dahin war nicht vorgezeichnet“, verrät Stabel. Es gäbe keinen Automatismus. Sie habe sich einfach beworben. Und sei von 150 Mitgliedern auf der Konferenz gewählt worden. Yolanda Stabel ist die einzige Vertreterin in dem Gremium, die aus dem Saarland kommt. Auch in Rheinland-Pfalz ist niemand. Erst in Frankfurt hat sie zwei Kollegen. Zweimal pro Jahr ist sie in der Deutschland-Zentrale von UNICEF. In Köln werden dann gemeinsam Aktionen geplant oder das Youth-Festival organisiert. Drei hauptamtliche Mitarbeiter und weiter Projektkräfte unterstützen die jungen Erwachsenen dabei. Rückendeckung für ihre Arbeit bekommt die Studentin dabei von ihrer Hochschulgruppe. Insbesondere von Freundin Raphaele Richter. Hier fließen die Informationen. „Man bleibt so besser dran und hat eine bessere Anbindung“, sagt Richter.

Aktuell läuft ein Wettbewerb, an dem jeder teilnehmen kann. Gesucht wird ein eigens kreierter Entwurf für einen Supercomic-Helden, der bis zum kommenden Sonntag, 5. November, über die Seite www. climatecomic.hscampaigns.com eingereicht werden kann. Außer dem Höchstalter von 25 Jahren gibt es keine Kriterien. Interessant, kreativ und innovativ soll das Ganze sein. Und zum Nachdenken soll es anregen. Am 6. und 7. November kann man auf der Internetseite abstimmen. Ende November wird der Gewinner bekannt gegeben. Der Sieger wird dann beim Tag der Erde am 22. April 2018 präsentiert. Und dann macht UNICEF daraus eine Reihe mit dem Supercomic-Helden. Eine große Chance, um berühmt zu werden.

Mehr von Saarbrücker Zeitung