Es begann mit einer einzigen Lilie

Heckendalheim. Ursula Schorn hat hinter ihrem Haus in Heckendalheim ein Meer an blauen Blüten. In 50 Töpfen hat sie mehr als 100 Blüten der im Saarland nicht in der Natur vorkommenden Blaulilie (Agapanthus) gezogen, und sie ist sich sicher, dass dies im Saarland einmalig ist. Wenn sich dies auch nicht beweisen lässt, schön anzusehen ist die Blütenpracht allemal

Heckendalheim. Ursula Schorn hat hinter ihrem Haus in Heckendalheim ein Meer an blauen Blüten. In 50 Töpfen hat sie mehr als 100 Blüten der im Saarland nicht in der Natur vorkommenden Blaulilie (Agapanthus) gezogen, und sie ist sich sicher, dass dies im Saarland einmalig ist. Wenn sich dies auch nicht beweisen lässt, schön anzusehen ist die Blütenpracht allemal. Vor 80 Jahren aus ItalienEs begann mit einer einzigen Pflanze. Der Großvater ihres Mannes hatte diese vor 80 Jahren aus Italien mit nach Deutschland gebracht. Ihr Mann war damals vier Jahre alt und lernte in den Folgejahren, wie man mit Pflanzen umgeht und sie hegt und pflegt. Dieses Hobby hat sich gehalten und auf Ursula Schorn übertragen. Die Norddeutsche, die seit vielen Jahren im Saarland lebt, hat die Pflege der Blaulilien übernommen. Seit 60 Jahren ist der Pflanzenbestand an der Saar, alle gehen auf diese eine Lilie aus Italien zurück. "Ich gieße die Töpfe täglich mit Wasser aus der Regenzisterne. Im Winter lagere ich sie in einem Gewächshaus bei einem Freund in Stiring-Wendel ein", sagt sie. Denn winterfest sind die Agapanthus nicht, sie würden den Frost nicht überstehen. "Nach den Eisheiligen hole ich die Töpfe wieder nach Heckendalheim und warte, bis die Blüten langsam aufgehen", sagt Schorn. Seit 1970 stehen die Agapanthus in Heckendalheim hinter Schorns Haus, umringt von vielen anderen Blumen, von Hängegeranien und einem gepflegten Garten, der das Haus umgibt. Jetzt im August stehen die Blaulilien, die man auch Liebesblumen nennt, in bester Blüte. Und damit auch die Leserinnen und Leser der Saarbrücker Zeitung daran Anteil haben können, wandte sie sich an das SZ-Lesertelefon und lud unseren Reporter und Fotografen zu sich ein.