Eine kurze Geschichte der Kreuzkirche

Ormesheim. Ein kleines Jubiläum feierte die Protestantische Kirchengemeinde Ensheim im Dezember: Die Kreuzkirche in Ormesheim wurde 20 Jahre alt (wir berichteten kurz). Bis zu ihrem Bau hatte es in der großflächigen Kirchengemeinde, die zehn Dörfer umfasst, nur eine Kirche in Ensheim gegeben

Ormesheim. Ein kleines Jubiläum feierte die Protestantische Kirchengemeinde Ensheim im Dezember: Die Kreuzkirche in Ormesheim wurde 20 Jahre alt (wir berichteten kurz). Bis zu ihrem Bau hatte es in der großflächigen Kirchengemeinde, die zehn Dörfer umfasst, nur eine Kirche in Ensheim gegeben. Da aber in der Gemeinde Mandelbachtal, insbesondere im Ortsteil Ormesheim, die Anzahl der protestantischen Christen seit dem Zweiten Weltkrieg kontinuierlich angestiegen war, wurde Anfang der 80er Jahres vom damaligen Presbyterium der Bau einer weiteren Kirche in Ormesheim beschlossen. Dafür konnte von der Gemeinde Mandelbachtal im Jahr 1988 ein Baugrundstück in der Kapellenstraße erworben werden. Wie Presbyter und Küster Manfred Pfeiffer weiter mitteilt, erfolgte der erste Spatenstich am 22. April 1989. Trotz schwieriger Umstände sei der Neubau durch das Architektenbüro Infra (Mainz) in nur acht Monaten fertig gestellt worden. Am 17. Dezember 1989 sei die neue Kirche durch den damaligen Kirchenpräsident Werner Schramm und den früheren Gemeindepfarrer Gerd Unbehend eingeweiht worden. Der Name "Kreuzkirche" stehe in engem Zusammenhang mit der künstlerischen Ausgestaltung des Gotteshauses. Diese habe der Darmstädter Bildhauer Thomas Duttenhoefer erstellt. Sie bestehe aus fünf kunstverglasten Fenstern, einem in Eisen gegossenen Christuskorpus, einem in gerostetem Eisen hergestellten Altar und einer Kanzel im gleichen Material. Die Kunstwerke greifen alle in stilisierter Form das Motiv des Kreuzes auf. Der Künstler sei auch bei der Gestaltung der Schleierbretter der Klais-Orgel beteiligt gewesen. Diese war am 3. September 1995 im Rahmen eines Gottesdienstes eingeweiht worden. Wie Pfeiffer weiter mitteilt, könne der Gottesdienstraum je nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden. So biete er wahlweise 40, 100 oder 200 Gläubigen Platz. Neben dem Gottesdienstraum verfüge der Kirchenbau über eine vollständige Küche und mehrere Nebenräume. Ein großer Gemeinderaum im Untergeschoss werde von der protestantischen Kirchengemeinde für Veranstaltungen genutzt, werde aber auch an ortsansässige Vereine und Bürger für Familienfeste vermietet. Das 1989 gebaute Kirchengebäude sei das einzige evangelische Gotteshaus in der Gemeinde Mandelbachtal. Der Protestantischen Kirchengemeinde gehörten die evangelischen Christen aller acht Ortsteile der Gemeinde Mandelbachtal und der Saarbrücker Stadtteile Ensheim und Eschringen an. Diese zehn Orte bildeten zusammen seit fast genau 100 Jahren die Kirchengemeinde Ensheim. red

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