Ein spannendes Jahr steht bevor

Die Festlichkeiten zum 750-jährigen Bestehen des Mandelbachtaler Ortsteiles Wittersheim standen im Vordergrund des dortigen Neujahrsempfangs. Ortsvorsteher Wendelin Lonsdorf hatte dazu in die „Wonerei“ eingeladen.

Auch wenn es vom Parteifreund am Freitagabend scherzend gesagt wurde: So ganz falsch lag der Ortsvorsteher-Kollege beim Neujahrsempfang des Wittersheimers Ortsvorstehers Wendelin Lonsdorf nicht: "Der Wendelin sollte besser das nennen, was er nicht macht. Dann ist er schneller fertig", hatte der Mann nach Lonsdorfs Rede in einer Runde gemeint und damit Lacher erzielt. Der Ortsratschef hatte in der "Wonerei" der Familie Kihl vor zahlreichen Gästen aus Politik und Vereinen Ausschau auf das kommende Jahr gehalten.

Im Vordergrund steht das 750-jährige Bestehen des Mandelbachtaler Ortsteils. Der Auftakt wird am 24. März mit einem Geschichtsabend in der Festhalle sein. Der offizielle Festakt wird am 8. Juli stattfinden. Wendelin Lonsdorf konnte auch den Bau eines weiteren Buswartehäuschens nahe der Mühle Hamm und die Aufstellung einer Mitfahrbank, um etwa zum Einkaufen ins Gewerbegebiet Erfweiler-Ehlingen zu kommen, vermelden. Die frühere Grundschule soll im Erdgeschoss zu Flüchtlingswohnungen und im Obergeschoss für den Ortsrat und die Vereine umgebaut werden. Das Haus Rödel in der Saargemünder Straße wird abgerissen. Die Sanierung der Küche in der Festhalle steht ebenso auf der Agenda wie die Erstellung einer Urnenwand auf dem Friedhof, dessen Mauer im Bereich der Erfweiler Straße saniert werden soll.

Direkt daneben befindet sich die Kriegergedächtniskapelle. Sie soll künftig mit Strom versorgt werden. Auch eine Heiligenfigur soll dort Platz finden. An der Winterlinde am Ormesberg wird ein Holzkreuz errichtet. Während der Fußweg von der Bundesstraße 423 erneuert wird, soll ein anderer, nämlich der von der Kirche zur Mehrzweckhalle, als typischer Dorfweg umgestaltet werden. Im Ort werden entlang der Hauptstraße Bäume gepflanzt. Das Kreuz an der Ecke Erfweiler-/Merowinger Straße wird am 8. April nach Restaurierung eingeweiht. Im Haus Lochfeld soll ein geologischer Kalklehrpfad geschaffen und eine Geschichtsdokumentation erstellt werden. Lonsdorf motivierte die Einwohner erneut, sich ehrenamtlich für den Ort zu betätigen. Wenn jeder der 620 Einwohner sich nur eine Minute am Tag für die Gemeinschaft betätigt, wären das rund 3770 Stunden im Jahr. "Gemeinsam können wir etwas auf die Beine stellen", sagte Wendelin Lonsdorf.

Auch in diesem Jahr wird eine Arbeitsgruppe die Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" organisieren. Der Ortsratschef rief die Einweihung von Wegekreuzen, die Außenrenovierung der Einsegnungshalle, das Dinner für Wittersheim , die Gestaltung des Freundschaftsplatzes, die Pflanzung einer Winterlinde auf dem Ormesberg sowie die Gründung des Dorfvereins in Erinnerung. "Den Dorfverein brauchen wir im Ort. Ohne den geht nichts", lobte er den noch jungen Zusammenschluss. Auch Esra Limbacher, der Limbacher SPD-Kandidat für den Deutschen Bundestag, nutzte die Gelegenheit sich bei den Wittersheimern vorzustellen.