Ehrungen und Auszeichnungen bei der Feuerwehr in Mandelbachtal

Ehrungen und Auszeichnungen von Wehrleuten in Mandelbachtal : Ehrungsmarathon in Mandelbachtal

Viele, viele Ehrungen und Auszeichnungen gab es jetzt innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr.

Ein Ehrungsmarathon fand im Sitzungssaal des Rathauses von Ormesheim statt. Bei der zentralen Veranstaltung aller acht Mandelbachtaler Löschbezirke wurden Wehrangehörige für insgesamt 1240 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet.

Mit dabei war auch der Bebelsheimer Clemens Hermann, der mit 45 Jahren auf die längste Dienstzeit neben dem aber nicht anwesenden, aus dem gleichen Löschbezirk stammenden Michael Merz zurückblicken kann. Der 62-jährige war mit 17 Jahren eingetreten, als Otmar Stahl Löschbezirksführer war, und hat sich bis zum Zugführer ausbilden lassen und dabei alle möglichen Lehrgänge, vom Truppmann angefangen, absolviert. Insbesondere als Maschinist brachte er sich während der viereinhalb Jahrzehnte in die Wehr ein, belegte auch dort die entsprechenden Lehrgänge. Immer war für ihn folgender Wahlspruch die Maxime: „Eintritt und Austritt in die Wehr sind freiwillig, alles dazwischen ist Pflicht“. Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hat ihn auch immer wieder die gute Kameradschaft fasziniert.

Bürgermeisterin Maria Vermeulen, die erstmals nach ihrem Amtsantritt von wenigen Wochen bei einer solchen Veranstaltung dabei war, unterstrich, dass die Feuerwehr für sie eine „ganz wichtige und unverzichtbare Institution innerhalb der Gemeinde“ sei. Sie kündigte an, dass die größte bevorstehende Anschaffung, die eines neuen Gerätewagens Logistik für den Löschbezirk Ormesheim sei. Er soll im kommenden Jahr geliefert werden und den über 30 Jahre alten Rüstwagen ersetzen.

Im Übrigen, so die Chefin im Rathaus, werde das Dach des Feuerwehrgerätehauses in Ommersheim bald saniert, wie auch die Anschaffung von 36 Meldeempfängern vorgesehen sei. Sie dankte dem langjährigen Gemeindejugendwehrbeauftragten Eric Müller, der zudem vom stellvertretenden Wehrführer Max Usner für seine Verdienste geehrt wurde, und hoffte, dass bald für ihn eine Nachfolge gefunden werde. Maria Vermeulen brach eine Lanze für die Jugendwehr, denn sie sei Nachwuchs und Zukunft zugleich. Auch leiste die Feuerwehr wichtige Jugendarbeit. Junge Menschen lernten beispielsweise was Teamarbeit bedeute, um für andere verlässlich zu sein. Wehrführer Michael Schrögler sprach von bisher 59 Einsätzen, was gegenüber dem Jahr zuvor mit seinen katastrophalen Unwettern ein „relativ ruhiges“ gewesen sei. Jedoch seien zwei Todesfälle zu beklagen, von Menschen, für die jegliche Hilfe der Feuerwehr zu spät gekommen war. Als besondere Einsätze nannte er unter anderem die Explosion eines Wohnhauses in der Ormesheimer Adenauerstraße, bei der der Einsatz über 30 Stunden gedauert habe. In der Ausbildung habe man gegenüber dem vorhergehenden Jahr intensiver gearbeitet. So hätten Motorsägen-, Sprechfunker-, Truppmann- und Truppführerlehrgänge wie auch eine Fortbildung für Sanitäter stattgefunden, teilweise in Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren in Blieskastel und Gersheim. Insgesamt seien 111 Wehrangehörige dabei gewesen. 2020 würden die Lehrgänge fortgesetzt. Die Gemeindewehr bestehe derzeit aus 257 aktiven Angehörigen, 105 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und 42 in der Altersabteilung. Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner sprach von einer gut aufgestellten Mandelbachtaler Wehr, die jedoch wie alle anderen mit der Problematik der Tagesalarmsicherheit zu kämpfen habe. Er sprach sich dafür aus, das Ehrenamt durch Hauptamtliche zu unterstützen, die dann tagsüber auch für die Einsätze zur Verfügung stehen. Dies werde derzeit mit den politisch Verantwortlichen ausgelotet, um die Feuerwehr zukunftsfähig aufzustellen. Auch hob er die Notwendigkeit der Zusammenarbeit über Löschbezirks- und Gemeindegrenzen hinweg heraus. Mandelbachtals ehemaliger Bürgermeister Gerd Tussing wurde mit der Silbernen Ehrennadel der Feuerwehr ausgezeichnet.