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Dokument über Einfuhr von Gestein nach Mondlandung im Zollmuseum Habkirchen

Zollmuseum Habkirchen : Dokument einer außerirdischen Einfuhr

Im Habkircher Zollmuseum gibt es jetzt ein ganz besonderes Exponat zu sehen.

„Woher kommen sie“, fragte der Zollbeamte auf dem Flughafen von Honolulu die Besatzung der historischen Apollo 11-Mission. „Vom Mond“, antworteten die drei Astronauten Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins. „Was führen sie im Gepäck mit?“ „Mondgestein und Mondstaub.“ Diese Informationen sind festgehalten in einer „Generaldeklaration“ der amerikanischen Zollbehörde, datiert auf den 24. Juli 1969. Wenige Tage zuvor, am 21. Juli 1969, war ein Menschheitstraum wahr geworden, mit Neil Armstrong betrat der erste Mensch den Mond. Wenn am Sonntag, 16. August, das Habkircher Zollmuseum wieder seine Pforten öffnet, können Besucher eine Kopie des Dokumentes mit den Unterschriften der Astronauten sehen. Museumsleiter Franz-Josef Fries freute sich, dass es als Dauerleihgabe des Hauptzollamtes Saarbrücken für immer ein Exponat bleiben wird.

Das Astronautentrio, das vom NASA-Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in Florida mit Zwischenstation auf dem Mond nach 1,5 Millionen Kilometern Flug und acht Tagen Aufenthalt im All wieder glücklich im Pazifik landete, hatte damals etwa 23 Kilogramm Mondgestein und Mondstaub zu wissenschaftlichen Zwecken mitgebracht, das ordnungsgemäß bei der Einreise angemeldet werden musste. Neben diesem historischen Dokument kann Fries auch noch weitere neue, ganz irdische Ausstellungsstücke zeigen, die ebenfalls vom Saarbrücker Hauptzollamt zur Verfügung gestellt wurden. Darunter sind ein Paar Damenschuhe aus Klapperschlangenleder und Eistaucherfedern, eine Damentasche aus Kobraleder und eine Damenhandtasche aus Waranleder, die Haut einer artgeschützten Echse. Nach dem Lockdown ist es bereits der dritte Öffnungstag, am jeweils dritten Sonntag des Monats, und Fries freut sich, dass nach einer ersten Führung bereits weitere Anfragen für die Besichtigung des Museums an der deutsch-französischen Freundschaftsbrücke vorliegen.

Mehr Informationen: Zollmuseum Habkirchen, Blieskasteler Straße 2, 66399 Mandelbachtal, Tel. (06804) 68 71, Mail: franz-josef-fries@web.de, Webseite: www.mandelbachtal.de. Jeden dritten Sonntag im Monat geöffnet, 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.