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Eine runde Sache bei viel Sonnenschein: Dieses Dorffest hat viele feierfreudige Freunde

Eine runde Sache bei viel Sonnenschein : Dieses Dorffest hat viele feierfreudige Freunde

Kaiserwetter begleitete das dreitägige Dorffest von Erfweiler-Ehlingen. Zum 38. Mal hieß es Stimmung, Kulinarik, Spaß und Musik „rund um den Römerturm“. Ortsvorsteher Michael Abel öffnete mit gekonnten Schlägen das erste Bierfass und erhielt Applaus auch von Landtagspräsident Stephan Toscani und von den beiden Fraktionsvorsitzenden, Alexander Funk (CDU) und Stefan Pauluhn (SPD).

Auch Bürgermeister Gerd Tussing und seine designierte Nachfolgerin Maria Vermeulen gehörten zu den Festgästen. Umrahmt wurde der „Festakt“ vom Musikverein Erfweiler-Ehlingen. Abel feierte als verantwortlicher Chef im Ort zum sechsten Mal, half an vielen Stellen mit, beispielsweise beim Bonverkauf am neuen Gemeinschaftsstand von Junge Union, Chor Querbeat und Theatergruppe T.E.E. Er selbst kann auf Einsätze seit 1996 zurückblicken. Er erinnerte daran, dass das Fest, eines der ältesten seiner Art, früher weitläufiger gewesen sei. „Danach ging es über Jahre weiter zurück bis zu seinem Tiefpunkt 2013. Seither konnte wieder eine Aufwärtsbewegung beobachtet werden. Mittlerweile hat es sich auf einem neuen Niveau eingependelt“.

Der Jugendclub machte den Anfang, denn freitags hieß es „Tower Vibration“ mit viel Rhythmus und Zuhörer-Zuspruch.

Schon seit 16 Jahren bieten die rund 40 Helfer der Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugend im Dorf ihre Flammkuchen an. Aus dem Erlös seien schon viele gute Projekte zumindest mitfinanziert worden, so die Vorsitzende Petra Huppert und ihre Schriftführerin Sonja Breit: beispielsweise diverse Spielplatz-Geräte. Auch zum bald fertig gestellten Matschspielplatz hat die AG ihr Scherflein beigetragen. Über viele Fans freute sich die Bücherei-Leiterin, die mit dem Bücherbasar schon eine feste Institution beim Dorffest ist. „Schon seit zwölf Jahren bin ich dabei, und meine Vorgängerin hat das auch schon gemacht“, sagte Brigitte Jost.

Die acht Jäger der Reviergemeinschaft warteten unter anderem mit Wildgulasch auf. Verarbeitet wurden rund 40 Kilogramm Fleisch. Nachdem sie den Verkaufswagen eigens in der Brauerei in Köln abgeholt und ins Mandelbachtal gezogen hatten, zapften die Köbes-Kellner der Interessengemeinschaft „Et Kölsche Römerbrünnche“ im Schatten der Pfarrkirche St. Mauritius frisches Früh-Kölsch. „Vor drei Jahren hatten wir die Idee, da taten sich Köln-Fans zusammen, fanden auch die Zustimmung des Ortsvorstehers“, so die Organisatoren Thomas Hamm und Hans-Peter Feibel. Über die Tage flossen viele Hektoliter Gerstensaft. Nahe-Wein war das zentrale Angebot am Stand des seit drei Jahrzehnten bestehenden Karate-Vereins. Seit vielen Jahren wird beim gleichen Winzer geordert, sodass sich mittlerweile eine große Stammkunden-Schar gebildet hat, die den Stand der Sportler aufsucht. Begonnen hatte das Engagement des Vereins, als er gemeinsam mit der Jugend- und Kinder-AG im Zelt eine Ergänzung zum Flammkuchen-Angebot darstellte. Auch Livemusik hatten die Erfweiler-Dorffesttage zu bieten. So war der Auftritt des saarländischen Top-Acts Elliot am gemeinsamen Stand von Feuerwehr und Fußball-Club ein absolutes Highlight.

Die Rolling Bones setzten ebenfalls Akzente, und die Happy Music Danceband erhielt auch viel Beifall. Der Musikverein Wittersheim-Bebelsheim mit seinem Dirigenten Reinhold Ernst und die Heidehof-Kapelle hatten derweil ein ebenso abwechslungsreiches Repertoire mitgebracht.