Der Chor Kolores auf musikalischer Weltreise

Der Chor Kolores auf musikalischer Weltreise

Einmal rund um den Globus ging es beim Konzert des Chors Kolores in der Kirche St. Martin in Habkirchen. Das Ensemble nahm seine Zuhörer mit auf eine weihnachtliche Reise zu Liedern und Bräuchen aus nah und fern.

"Abeeyo, it's christmas", der weihnachtliche Begrüßungs-Ruf der Aborigines unterbrach die Stille in der St. Martin-Kirche von Habkirchen . Mit dem Ruf der australischen Ureinwohner begrüßte zuerst Ines König, Dirigentin des Herbitzheimer Chors Kolores und danach alle Stimmen des 13-köpfigen Ensembles die Zuhörer. Mit dem ausdrucksstarken Traditional begann eine musikalische Weltreise, der vom fünften Kontinent über Amerika, durch mehrere Länder Europas bis nach Afrika führen sollte. Mit der altfranzösischen Volksweise "Il est né, le divin enfant" wurde dem Nachbarland ein Besuch abgestattet. Es folgte Sizilien mit dem traditionellen "O du fröhliche - joyful", um dann mit "Joy to the World" aus der Feder von Georg Friedrich Händel den Sprung über den Kanal nach England zu unternehmen. Auch John Rutters "Die wunderbarste Zeit ist nah" war eine Reminiszenz an die Insel. In Ludwig Maierhofers "Kinder tragen Licht ins Dunkel" hatte die Altenrepublik Österreich ihren Auftritt. Die kleinen Sänger Jonathan und Noah Welsch sowie Ronja Fries und Leni Hauck, die bei zwei weiteren Titeln den großen Chor unterstützten, transportierten mit ihren flackernden Kerzen eine vorweihnachtliche Atmosphäre ins Gotteshaus, und schärften vor der schon aufgestellte Krippe den Blick in Richtung Weihnachten. Zudem wurde diese Komposition von Kristina Sand an der Gitarre und der Querflötistin Claudia Frangart instrumental begleitet. An der Gitarre war beim amerikanischen Spiritual "Good News" und bei "Feliz Navidad", einem der bekanntesten südamerikanischen Weihnachtslieder, Achim Foltin zu hören. Nordeuropa, Norwegen, stand mit "Santo" von Tore W. Aas auf dem Programm und der zeitgenössische Liedermacher Siegfried Fietz besetzte einen Teil der deutschen Beiträge. Von ihm war "Die Heilige Nacht" und "Geh deinen Weg" einstudiert worden. Die christliche "Hymne" "Halleluja", mit der auch des kürzlich verstorbenen kanadischen Singer-Songwriters, Schriftstellers und Malers Leonard Cohen gedacht wurde, setzte das i-Tüpfelchen auf die abwechslungsreiche, kurzweilige und begeisternde Konzertstunde.

Umrahmt wurde das musikalische Programm von Textbeiträgen, mit denen Weihnachtsbräuche verschiedener Länder erklärt wurden.

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