Den besten Apfelsaft aus heimischem Streuobst produzieren

Den besten Apfelsaft aus heimischem Streuobst produzieren

Mandelbachtal. Anlässlich der Mandelbachtaler Naturerlebnistage fand in den Räumen des Obst- und Gartenbauvereins Erfweiler-Ehlingen ein Vortrag rund um die Veredlung von heimischem Streuobst statt

Mandelbachtal. Anlässlich der Mandelbachtaler Naturerlebnistage fand in den Räumen des Obst- und Gartenbauvereins Erfweiler-Ehlingen ein Vortrag rund um die Veredlung von heimischem Streuobst statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Verkehrsvereins Mandelbachtal, Manfred Pfeiffer, stellte der Biologe Georg Rummel für den Obst- und Gartenbauverein die Tätigkeit und die Anlagen des Vereins vor. Dabei gab es für die Besucher interessante Einblicke in den Ablauf der Streuobstveredlung und die Herstellung von Säften und Schnäpsen. Eigens zu der Veranstaltung hatte Vorsitzender Alois Lück einen Brand für die Dauer der Veranstaltung beim Zoll beantragt. Nach der Führung durch die Gebäude der Obstverwertung referierte Kreisfachberater Obst- und Gartenbau Harry Lavall und erläuterte die Prozesse, welche das Obst bei der Saftherstellung durchlaufen muss anhand einer Diapräsentation. Lavall erklärte, dass der frisch gepresste Apfelsaft innerhalb kürzester Zeit durch Mikroorganismen wie Pilze, Hefen und Bakterien befallen werden kann. Es sei daher notwendig, den Saft rasch durch eine schonende Behandlung haltbar zu machen. Die wahrscheinlich älteste Art der Konservierung sei das Pasteurisieren des frischen Apfelsaftes. Dadurch werden die Mikroorganismen abgetötet. Der Apfelsaft ist steril. Der Apfelsaft wird dazu auf etwa 80 Grad Celsius erhitzt und dann sofort in gereinigte Flaschen abgefüllt. Der frühere Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Fritz Rohnalder, machte darauf aufmerksam, dass man in Erfweiler-Ehlingen in zunehmendem Maße den Saft auch in sterile 5-Liter-Gebinde verfülle, die auch nach dem Öffnen noch drei Monate und länger haltbar seien. Während der Vorträge wurde den Besuchern von den Vereinsmitgliedern Gerhard Dincher, Peter Heincke und Herbert Gimberlein verschiedene Produkte zum Probieren ausgeschenkt. Auch Probleme wurden angesprochen. Harry Lavall machte darauf aufmerksam, dass der Baumbestand auf den Streuobstwiesen im Bliesgau inzwischen völlig überaltert sei und meist auch nicht mehr gepflegt werde. Er rief dazu auf, dass wieder mehr junge Bäume gepflanzt und diese auch regelmäßig gepflegt werden sollen, denn nur so ließe sich die einzigartige Kulturlandschaft des Bliesgaus erhalten. Der Kreisverband böte derzeit allen Interessierten die Teilnahme an einer Sammelbestellung von Obstbäumen an. Die Bäume können bei allen Obst- und Gartenbauvereinen im Saarpfalz-Kreis zu Vorzugspreisen bestellt werden. red