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Das alte Pumpenhaus in Ommersheim ist gerettet

Jetzt sieht man wieder Licht am Ende des Tunnels in Ommersheim : Das alte Pumpenhaus ist gerettet

Happy End dank tatkräftiger Hilfe von Vereinen, Unternehmen und anderen Leuten im Dorf.

Das „Herz von Ommersheim“, das Wasserpumpenhaus, wurde vom Sturmtief namens Sabine im Februar schwer getroffen. Ein ausgewachsener Baum stürzte um und zerstörte das Dach des Pumpenhauses (wir berichteten). Die Hilfsbereitschaft war enorm. Freiwillige kamen, um bei den Reparaturarbeiten zu helfen. Firmen rückten ehrenamtlich an. Seit Mitte Februar wird an dem kleinen Häuschen gearbeitet. „Jetzt sieht es wieder so aus, als sei nie etwas gewesen“, freut sich Ortsvorsteher Stephan Piorko und vermeldet den Abschluss der Arbeiten. Der einheimische Unternehmer Andreas Stahn habe das Dach wieder eingedeckt, nachdem von ihm zuvor alle beschädigten Sparren und Latten ausgetauscht worden waren. „Das ist eine tolle Leistung, für die ich mich herzlich bedanke“, so der Ortsvorsteher. „Auch Arthur Müller und Bruno Breyer haben große Freizeitleistungen erbracht, die Feuerwehr, Mitglieder des Turnvereins und auch anderer Vereine haben viel geleistet. Ich ziehe meinen Hut“, ist Stephan Piorko stolz und voll des Lobes hinsichtlich des dörflichen Zusammenhalts.

Selbstverständlich wurde sich bei diesen Arbeiten jederzeit streng an die derzeit geltenden Regelungen gehalten. Man arbeitete auf Abstand und mit Bedacht. Das Pumpenhaus ist 1900 gebaut worden, hat einen Kaminofen, einen großen Raum zum Feiern, einen stets Wasser führenden Brunnen und eine Grillstelle. Es wird von den örtlichen Vereinen genutzt und gilt als Refugium.

Die Vereine waren es auch, die es in den 70er Jahren nutzbar machten, als der Wasserwerkbetrieb aufgegeben wurde. Nach einigen Jahren im Dornröschenschlaf wurde es nach und nach ertüchtigt und verfügt heute über eine Toilettenanlage, über Strom und Wasser. Es gehört noch immer der Gemeinde Mandelbachtal, ist aber nicht versichert. Und so waren die Vereine gefordert, die Schäden in Eigenregie zu reparieren.

Da die Sanierungsmaßnahme noch nicht komplett finanziert ist, wären Spenden willkommen. Wer noch gerne etwas spenden möchte, kann das Geld auf das Treuhandkonto Ommersheimer Vereine bei der Kreissparkasse Saarpfalz, DE08 5945 0010 1010 5444 33, KSK Saarpfalz, einzahlen. Verwendungszweck „Obertal“.

Aufgrund der Pandemie kann in dem Haus noch nicht gefeiert werden. Stephan Piorko selbst kommt alle paar Tage zum Pumpenhaus, um ein Feuer zu entzünden und die Feuchtigkeit zu vertreiben, damit kein Schimmel entsteht. Es raucht also der Schornstein. Ob der Eröffnungstermin zum 1. Mai gehalten werden kann, ist in den Hintergrund gerückt. Man ist man froh, wenn man die Substanz langfristig erhalten kann, und danach sieht es aus. Das alte Wasserpumpenhaus konnte gerettet werden, da ist sich Piorko inzwischen sehr erleichtert.