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Copacabana-Gefühle in Erfweiler-Ehlingen

Copacabana-Gefühle in Erfweiler-Ehlingen

Erfweiler-Ehlingen. "Endlich komme ich in diesem Verein auch mal zu Wort", scherzte Andreas Becker am Samstagabend und hatte dabei die Lacher in der Mandelbachhalle auf seiner Seite. Der Musiker hatte beim Frühjahrskonzert des Musikverein Frohsinn Erfweiler-Ehlingen die Moderation für die beiden Lieder des Schlümpfeorchesters und der Blockflötengruppe übernommen

Erfweiler-Ehlingen. "Endlich komme ich in diesem Verein auch mal zu Wort", scherzte Andreas Becker am Samstagabend und hatte dabei die Lacher in der Mandelbachhalle auf seiner Seite. Der Musiker hatte beim Frühjahrskonzert des Musikverein Frohsinn Erfweiler-Ehlingen die Moderation für die beiden Lieder des Schlümpfeorchesters und der Blockflötengruppe übernommen. Der eigentliche Moderator des Abends, Vorsitzender Martin Müller, lieh sich für diese Zeit den Taktstock von Dirigent Toni Geßner aus und führte zusammen mit Stefanie Rypalla den Nachwuchs. Als "Die Nationalhymne von Lummerland" angekündigt, zeigten die Jungmusiker mit "Eine Insel mit zwei Bergen", dass man sich im Ort um den Musikernachwuchs nicht sorgen muss. Beim zweiten Titel, nämlich "Biene Maja", traten die Beteiligten gar in entsprechenden Bienenkostümen auf. Das sei für die Freunde der Klatschmohnwiese, witzelte Moderator Becker und bezeichnete den Hintergrundchor des Musikvereines gar als "gemischten Chor des Musikvereines Erfweiler-Ehlingen". Doch auch die Erwachsenen kamen ausreichend auf ihre Kosten. Das zeigte sich beim außerordentlich schwungvollen Einstieg mit "Holiday in Rio". Da kam regelrechtes Copacabana-Feeling in Erfweiler auf. Und das passte mehr als gut. Musik aus LateinamerikaSchließlich war das Frühjahrskonzert mit "Musik aus und über Latein- und Südamerika" überschrieben. Die Besucher sollten sich auf den Frühling im Jubiläumsjahr - der Musikverein wird 50 - einstellen können, erklärte Moderator Müller. Erstmalig hatte man einem Frühjahrskonzert den Schwerpunkt Samba und Tango gewidmet. Selbstredend, dass Klassiker wie "Tequila" und "La Bamba" beim Publikum ankamen. "Küsse mich ganz fest", war kein öffentlicher Liebesschwur des Conférenciers, sondern die Übersetzung des meistgespielten spanischsprachigen Liedes der Geschichte. Der Originaltitel "Besame Mucho" offenbarte die feurige Leidenschaft des Tango. Zur Erheiterung der Konzertbesucher trug der Jux der Musiker in der ersten Reihe bei: Sie trugen Blumenketten, um so die fehlenden Sambatänzerinnen zu symbolisieren, als man "Copacabana" spielte. Spätestens bei "Can't take my Eyes of you" war klar, dass das Orchester eine deutlich erkennbare Leistungssteigerung durch das Dirigat von Toni Geßner erkennen ließ. Da war eine besonders große Spielfreude spürbar. Besonders zum Motto des Konzertes passten die Percussions und das Schlagzeug. Bei Südamerika darf das Musical "Evita" und "Dont't cry für me Argentina" nicht fehlen. Das Stück des Webber-Musicals sorgte für den besonderen Gänsehautfaktor. Mit dem "Brasilianer-Galopp" schlug man den Bogen zum nächsten Frühjahrskonzert 2011, welches Musicals als Schwerpunkt haben wird. jma