Biosphären-Haus in der Diskussion

Die Freien Wähler im Gemeinderat Mandelbachtal sehen das Thema Biosphären-Haus sehr kritisch. Der Rat folgte den Personal-Vorschlägen für einen diesbezüglichen Ausschuss, der noch zu bilden sein wird.

Daniela Cernko hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Mandelbachtal ihr Mandat niedergelegt. Dies fiele ihr schwer, so die Juristin. Obwohl sie erstmals ins Gremium gewählt worden war und ihm somit erst etwas mehr als über zwei Jahre angehört hat, konnte sie zahlreiche Erfahrungen sammeln, so die Ormesheimerin. Ihr Arbeitgeber habe sie an die hessische Justiz ausgeliehen. Dort sei sie in die Arbeit des NSU-Untersuchungsausschusses eingebunden. Die Entfernung ermögliche es ihr nicht, dass Gemeinderatsmandat weiter verantwortungsvoll auszuüben. Wie Cernko sagte, werde sie aber im Ormesheimer Ortsrat bleiben. Bürgermeister Gerd Tussing dankte Daniela Cernko für ihr Engagement und für "so manchen emotionalen, aber konstruktiven Redebeitrag".

Die SPD-Politikerin erhielt von Tussing im Auftrag der Gemeinde ein Abschiedsgeschenk. Unterdessen hat der geplante Bau eines Biosphären-Hauses erneut für Diskussionen gesorgt. Der Gemeinderat hatte die Aufgabe, Vertreter für einen zu bildenden Ausschuss zu bestimmen. Dieser soll die Planung, Umsetzung und die Baudurchführung begleiten.

Hierzu wurden Gerd Tussing (CDU ) und Silvia Becker (SPD ) als ordentliche Mitglieder sowie Werner Untersteller (CDU ) und Kai Hartz (SPD ) als Vertreter vorgeschlagen. Das Thema wird von der FWG-Fraktion mehr als kritisch gesehen. Für Peter Hack (FWG) ist das Ganze nicht nachzuvollziehen, da der Standort mit Blieskastel-Mitte - seiner Auffassung nach über die Köpfe des Gemeinderates hinweg - bereits festgelegt sei. Das sieht auch ein Teil der Union so, wie an der Zustimmung von Carolin Reinhard erkennbar war. Die Freien Wählen hätten es begrüßt, zumindest Versuche zu unternehmen, das Haus ins Mandelbachtal zu bringen. Wie Tussing erläuterte, gehe es bei der Abstimmung lediglich um die Zusammensetzung des Gremiums. Der Rat folgte den Vorschlägen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung