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Bezirksliga-Meister TuS Ormesheim ist nun Fußball-Landesligist

Fußball-Landesliga : Bezirksliga-Meister TuS Ormesheim steigt auf

Selten zuvor ging es in der Fußball-Bezirksliga Homburg so spannend zu wie in der Saison 2019/20. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs aufgrund der Corona-Pandemie hatten vier Mannschaften gute Aufstiegschancen.

Auf dem virtuellen Verbandstag des Saarländischen Fußball-Verbandes war mit einem Punktquotienten von 2,39 der TuS Ormesheim zum Meister erklärt worden. Auf den weiteren Plätzen landeten der SV Bliesmengen-Bolchen II (2,28 Zähler), FV Biesingen (2,22) sowie die FSG Parr-Altheim (2,12).

Die Ormesheimer hatten von den 18 ausgetragenen Partien 13 gewonnen, hinzu kamen bei einem Torverhältnis von 65:20 vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Somit stellte der Titelträger die mit Abstand beste Defensive der Liga. In Sachen erzielter Treffer hatte der SV Bliesmengen-Bolchen II (98) vor dem ebenfalls extrem torhungrigen Tabellenfünften SG Hassel (93) die Nase vorn. Die Ormesheimer hatten am ersten Spieltag mit dem deutlichen 6:1-Auswärtserfolg beim SV Oberwürzbach ein Zeichen an die Konkurrenz gesendet. Zu Beginn gab es in der Liga vier Siege in Serie, ehe man sich sich im Pokal dem späteren Oberliga-Aufsteiger FSV Jägersburg mit 1:8 beugen musste. Anschließend ließ Ormesheim beim 3:3 zu Hause gegen den SV Rohrbach II erstmals Punkte. Kurz darauf gab es auch gegen den SV Bliesmengen-Bolchen II (1:1) ein Remis, ehe der 2:0-Heimerfolg gegen den FV Biesingen einen extrem wichtigen Schritt in Richtung spätere Meisterschaft bedeutete.

Mitte Oktober folgte beim 0:1 daheim gegen die FSG Parr-Altheim die einzige Saisonniederlage. In der darauffolgenden Partie wurde in einem Derby bei der SG Ommersheim-Erfweiler-Ehlingen ein 2:2 erreicht. Und schließlich musste man sich im letzten Spiel vor der Pandemie nach einer Siegesserie mit einem 1:1 beim unberechenbaren Tabellenzehnten SC Blieskastel-Lautzkirchen II begnügen. „Es war eine sehr, sehr spannende Saison. Im Vorfeld waren unsere Konkurrenten Hassel, Altheim und Bliesmengen. Nachher hatte sich auch der FV Biesingen als Konkurrent herausgestellt, nachdem er relativ schlecht gestartet war“, sagt der Ormesheimer Meistertrainer Kai Vogelgesang. Da man aber in der Winterpause, beim Abbruch und in Sachen Quotientenregel vorne gelegen habe, sei es auch eine verdiente Meisterschaft gewesen.

Der Quotient von 2,39 Punkten sei im Vergleich zu anderen Spielklassen eine sehr gute Leistung gewesen. „Ausschlaggebend war unsere Defensivleistung. Wir haben auch zwei Toptorhüter. Christian Rosar bringt sehr viel Erfahrung mit und könnte zwei, drei Klassen höher spielen. Auch die drei Neuzugänge aus der A-Jugend konnten super einschlagen“, blickt Vogelgesang zurück. Die Kombination aus erfahrenen und jüngeren Spielern habe gestimmt. Aufgrund der Vielzahl an Torschützen sei man für die Konkurrenz schlecht ausrechenbar gewesen.

Wichtig waren außerdem die Breite des Kaders und die Trainingsleistung der Ersten. „Ausschlaggebend waren auch der 2:0-Heimsieg gegen Biesingen und das 1:1 gegen Bliesmengen-Bolchen. Die einzige Niederlage gegen Altheim war unglücklich, in anderen Spielen hatten wir mehr Glück“, sagt Vogelgesang. Man habe am Tag der Entscheidung auf dem Sportgelände den Verbandstag live mitverfolgt. Nach der Bekanntgabe der Meisterschaft wurde unter Einhaltung der Corona-Regeln gefeiert. Dazu stießen auch spontan Gruppen, die von zu Hause aus die Entscheidung mitverfolgt hatten. „In der Landesliga freuen wir uns sehr auf die Derbys gegen Bliesgau, Bebelsheim, Bierbach und Viktoria St. Ingbert. Die vorrangige Zielsetzung ist der Klassenerhalt. In Sachen Neuzugänge laufen bei zwei Mann noch Gespräche, wir werden sie nennen, wenn alles spruchreif ist“, erklärt Vogelgesang.

Die Ormesheimer Pasquale Varsalona, Frank Schweitzer, Sebastian Klein und Daniel Feibel verfolgten zunächst von der Couch aus den Aufstieg, ehe sie am Sportplatz weiterfeierten. Foto: Stefan Holzhauser

Einziger Abgang sei Puyan Teyfuri, der in der Winterpause gekommen war und sich in Ormesheim fit hielt. Er wird Trainer beim ATSV Saarbrücken. „Wir wünschen ihm viel Erfolg mit seinem neuen Verein, bei dem auch einige frühere Ormesheimer sind“, meint Vogelgesang. Er rechnet mit einem Saisonbeginn Anfang September. „Ungefähr Ende Juli oder Anfang August herum“ soll die Vorbereitung starten. Derzeit wird unter Einhaltung der Corona-Regeln locker trainiert. Ganz wichtig sei es, dass nun die Zweite fast jeden Sonntag ein Spiel hat. In der Bezirksliga habe es in der Reserverunde viele Spielausfälle gegeben. Nun könne man in der zweiten Mannschaft als aufstiegsberechtigter A-Ligist viel besser die Talente entwickeln.