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Beim „Stadtradeln“ macht die Gemeinde Mandelbachtal zum ersten Mal mit

Das hilft der Natur und der Gesundheit : Sie strampeln sich für die Umwelt ab

Beim „Stadtradeln“ macht die Gemeinde Mandelbachtal zum ersten Mal mit. Das Projekt soll etabliert werden.

Erstmals nimmt die Gemeinde Mandelbachtal in diesem Jahr an der Aktion „Stadtradeln“ teil – initiiert vom saarländischen Verkehrsministerium. Darüber sprach auch der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. „Ein großes Lob an die lokalen Initiatoren“, freute sich Isabelle Vinzent (Bündnis 90/Die Grünen). Sie hatte neben der Teilnahme gleich noch einen weitergehenden Vorschlag: Man könne doch das beste Team aus der Gemeinde mit einem Geldpreis belohnen, „wenn auch mit einem geringen Betrag“. Wohl wissend, dass es um die Finanzen der Gemeinde nicht zum Besten bestellt ist. Die Auszeichnung könne, so Vinzent, eine Wertschätzung vor allem für Kindertagesstätten und Schulen darstellen. Überdies werde das Umweltbewusstsein gestärkt.

Bürgermeisterin Maria Vermeulen versprach, trotz schmalem Haushaltsetat, einen überschaubaren Betrag als Anerkennung im Rathaus-Budget zur Verfügung zu stellen. Dies auch deshalb, weil der Gemeinde beim Projekt Stadtradeln keine Kosten entstehen. Nächstes Jahr wolle man die Veranstaltung dann mit einem deutlich ausgebauten Konzept bewerben und durchführen, hieß es sinngemäß in der Sitzungsvorlage für die Ratsmitglieder. Mandelbachtal sei über den Saarpfalz-Kreis für den Wettbewerb gemeldet worden und übernehme vor Ort die Aufgabe, Interessenten und Teilnehmer zu betreuen.

Stadtradeln geht über drei Wochen – noch bis 26. September. Vordergründig geht es darum, den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren. „Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung der Landesregierung. Angesprochen vom Verkehrsministerium sind auch die Kommunalpolitiker als Multiplikatoren. Denn sie sind die Entscheidungsträger, wenn es darum geht, genügend Radwege und somit praktischen Klimaschutz vor Ort zu ermöglichen. Die gute Infrastruktur ist selbstredend eine wichtige Grundlage dafür, dass Menschen überhaupt motiviert werden, auf den Drahtesel umzusteigen und möglicherweise auch bei diesem Verkehrsmittel dauerhaft zu bleiben, so die Verlautbarung aus dem Ministerium.

„RADar!“ – so lautet der Name der Beteiligungsplattform, bei der sich die Rad fahrenden Bürger einbringen können. Auf diese Kompetenz kann die Kommunalverwaltung zurückgreifen, wenn es darum geht, die Radinfrastruktur gezielt zu verbessern und auszubauen. Dort können Schlaglöcher kommuniziert, plötzlich endende Radwege benannt oder auf unübersichtliche Verkehrsstellen aufmerksam gemacht werden. Alles läuft über einen digitalen Stadtplan. Zudem profitiert die Radverkehrsplanung auch von der Stadtradeln-App, denn die genutzten Strecken werden von der Technischen Universität Dresden ausgewertet. Dort werden Infos zum Verkehrsfluss und zur Geschwindigkeit erfasst und sind wichtige Planungsgrundlagen.

www.stadtradeln.de