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Bauland-Diskussion: Grüne in Mandelbachtal fordern die Grundlagen ein

Aus der Kommunalpolitik in Mandelbachtal : Bauland-Diskussion: Grüne fordern die Grundlagen ein

„Die Diskussion um die Ausweisung und Erschließung von Bauland in der Gemeinde Mandelbachtal ebbt nicht ab. Vertreter aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen geben inzwischen fast regelmäßig öffentlich die immer gleichen Statements ab“, schreiben Bündnis90/Die Grünen jetzt in einer Presseerklärung.

Dass die befragten Ortsvorsteher aus den Reihen von CDU, SPD und FWG in der neulich veröffentlichten Befragung unserer Zeitung genau das getan hätten, „was wir einer der letzten Veröffentlichungen prognostiziert und vorbeugend kritisiert haben, ändert nichts an der Situation, dass der Bedarf nicht belastbar erfasst ist“, so Daniel Wannemacher, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Mandelbachtaler Gemeinderat. Es werde offenkundig versucht, einen bestimmten Effekt zu erzielen: durch permanente Wiederholung der Aussage, dass der Bedarf bestünde, den Eindruck von Fakten entstehen zu lassen. Das sei „hart an der Grenze zur Volksverdummung“, da in der ganzen Diskussion nur ein Austausch der immer gleichen Argumenten und Forderungen stattfinde, statt endlich den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und damit eine Grundlage für das weitere Vorgehen zu schaffen.

Die Grünen im Gemeinderat stünden dem Ausschöpfen der Möglichkeiten und damit der Schaffung von Wohnraum positiv gegenüber. Auch die Ausweisung von Bauland, sei eine dieser Möglichkeiten. Allerdings erst, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft seien und der Bedarf belastbar erhoben sei. Aus diesen Gründen habe man jetzt eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, die sowohl den aktuellen Stand der Baulücken und deren Status hinterfrage, als auch die Verwaltung auffordere, als zentrale Anlaufstelle für Bauwillige beziehungsweise Wohnraumsuchende zu dienen – insbesondere um belastbare Zahlen und die tatsächlichen Fakten als Argumentationsgrundlagen zu Tage zu fördern. Man stehe weiterhin für planvolle, nachhaltige Weiterentwicklung der Gemeinde. Nicht aber für das bilnde Vorantreiben von Zersiedlung der Orte.