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Bärlauch in allen Variationen – das Wetter aber auch

Bärlauch in allen Variationen – das Wetter aber auch

Bereits zum achten Mal wurde eine Woche vor Ostern in Bebelsheim das Bärlauchfest gefeiert. Wegen des schlechten Wetters trafen sich diesmal aber nur wenige Besucher und Aussteller des Landmarkts an der Jungholzhütte.

"So ein Wetter hatten wir noch nie. Es ist so ungemütlich, stürmisch, kalt und vor allem regnerisch", meinte eine Ausstellerin beim Landmarkt beinahe verzweifelt. Das Bärlauchfest an der Jungholzhütte litt diesmal sehr unter der schlechten Witterung. Die Gemeinschaftsveranstaltung vom Lokal Jungholzhütte, dem Verkehrsverein Mandelbachtal und den Heimatfreunden Bebelsheim fand bereits zum achten Mal statt. Lockerer nahm es ein anderer Aussteller , der bereits zum siebten Mal dabei war. "Es war doch schon schlimmer. Wir standen hier schon in zehn Zentimeter Hagel. Ich habe den Grill angeworfen, dann wird es warm", relativierte der Mann das Ganze humorvoll. Auch Peter Gaschott, der Betreiber der Jungholzhütte, sah das miese Wetter gelassen. Es habe Absagen bei den Standbetreibern gegeben, gab er zu.

Dafür war der Samstag besser besucht. Auch, wenn es zum Sitzen draußen zu kalt war. "Das ist immer das Risiko, weil das Fest wegen des Bärlauchs immer eine Woche vor Ostern stattfindet. 2014 war Ostern auch drei Wochen später. Das Wetter entsprechend besser", beschrieb der Gastronom die Situation. Die hartgesottenen Besucher sahen das Ganze hinsichtlich des Angebotes beim Landmarkt dennoch positiv. "Es ist schön, wenn nicht viel los ist, da kann man in aller Ruhe gucken, und es ist noch nicht alles ausverkauft", freute sich Anneliese Schäfer aus Eschringen. Man konnte sich quasi indirekt ein Bärlauchmenü gönnen: Bärlauchsemmelknödel mit geschmolzener Butter und geraspelten Ziegenkäse nebst Salat etwa. Das gab's am Stand des Ziegenhofs am Grumbachkeller aus Bruchmühlbach zu kaufen. Alternativ lieber eine Bärlauchwurst oder einen Bliesgauburger? Letzterer natürlich auch mit einer gehörigen Portion Bärlauch . Die Wahl fiel stellenweise nicht leicht.

Am Eingang zum Fest wäre der Nachtisch in Form einer Portion Eis vom Biosphäreneismännchen möglich gewesen. Dort bot Henrys Eismanufaktur Gefrorenes aus der Bliesgaumolkerei nebst einheimischem Obst an.