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Ausstellung im Rathaus Ormesheim: Ausstellung über dunkles Kapitel unserer Geschichte

Ausstellung im Rathaus Ormesheim : Ausstellung über dunkles Kapitel unserer Geschichte

„Vor über 70 Jahren, am 8. Mai 1945 führte die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein wichtiger Tag in unserer Geschichte. Denn mit ihm kehrte der Frieden in Europa ein“, so Geschäftsführer Carsten Baus vom Landesverband Saar des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorg. Sein Vortrag über das „Dunkelste Kapitel“ der Deutschen erfolgte im Rahmen der Eröffnung der Wanderausstellung „Spurensuche“ des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge – kurz VdK, die zurzeit auf Einladung des Verkehrsvereins Mandelbachtal im Rathaus in Ormesheim Station macht.

Dafür wurden im Foyer des Mandelbachtaler Rathauses 24 Schautafeln aufgebaut, voll mit Bildern, Informationen und Berichten von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs, eines Kriegs, der unzählige Menschenleben gekostet hat. So viele, dass selbst über 70 Jahre nach Kriegsende jedes Jahr noch immer tausende Gefallene gefunden werden. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ist der VdK inzwischen auch in den Ländern des ehemaligen Ostblocks dabei, die deutschen Gefallenen zu bergen. Die in Ormesheim gezeigte Ausstellung wurde vom VdK-Landesvorsitzenden Werner Hillen zusammen mit Schülern der Edith-Stein-Schule in Friedrichsthal zusammengestellt.

Der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal, Manfred Pfeiffer,  erläuterte die Beweggründe, die Ausstellung, die sich dem Schicksal von fünf deutschen Soldaten und ihren Angehörigen im Zweiten Weltkrieg widmet, in Mandelbachtal zu zeigen: „Der Verkehrsverein möchte zusammen mit dem VdK in politisch wieder unruhiger werdenden Zeiten einen Beitrag zur Friedenspädagogik leisten!“

„Die in der Ausstellung gezeigten Biografien von fünf Soldaten helfen beim besseren Verständnis dieser schrecklichen Zeit“, so Bürgermeister Gerd Tussing. Die beispielhafte Darstellung der Schicksale deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg berühre einen wesentlich stärker als die unpersönlichen Darstellungen in Geschichtsbüchern. „Leider gibt es nur noch wenige Zeitzeugen. Daher ist es wichtig, dass mit einer solchen Ausstellung die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg wach gehalten wird“, so Tussing, der sich in seiner Begrüßung auch an die Erzählungen seiner eigenen Großeltern und Eltern aus dieser Zeit erinnerte.

Die Ausstellung ist noch während der gesamten Sommerferien bis Freitag, 11. August, im Rathaus in Ormesheim zu sehen und wird vor Ort von der  Kreissparkasse Saarpfalz und der Gemeinde Mandelbachtal unterstützt. Besucht werden kann sie während der Öffnungszeiten des Rathauses. Der Eintritt ist frei.