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Ausstellung über die nützlichen Bienen in Mandelbachtal

Eine sehr informative Ausstellung : Hier summt und brummt es gewaltig

Ausstellung über das Leben und die Nützlichkeit der vielen Arten von Bienen im Rathaus der Gemeinde Mandelbachtal

Ganz im Zeichen der Bienen steht derzeit das Mandelbachtaler Rathaus, in dem auf zwei Etagen die Ausstellung „Mandelbachtal brummt“ zu sehen ist (bis 30. August). Zur Eröffnung war auch der Vorstand der Stiftung Mensch und Umwelt, Cornelis Hemmer, aus Berlin angereist. „Wenn sie Biene sagen, meinen die meisten Leute die westliche Honigbiene. Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine sehr große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Arten“, räumte Hemmer gleich mit einem Missverständnis auf. „Tatsächlich gibt es in Deutschland über 550 verschiedene Wildbienenarten. Anders als die Honigbienen leben die meisten Wildbienen gar nicht in größeren sozialen Einheiten, sondern als Einzelgänger. Mehr als 400 Arten bauen ihre Nester eigenständig, 135 Arten parasitieren an anderen Wildbienenarten und sparen sich das eigene Nest. 75 Prozent aller Wildbienenarten nisten im Boden, der Rest sucht sich Pflanzenhalme oder nutzt Fraßgänge von Käfern im Holz. Die Holzbiene bohrt sich eigene Löcher in Totholz und einige Hummeln nutzen Baumhöhlen, um dort ihre kleinen Staaten zu gründen“, klärte Cornelis Hemmer per Vortrag seine Zuhörer auf. Er bedankte sich für die Einladung des Verkehrsvereins Mandelbachtal zu der informativen Ausstellung.

Die Erste Beigeordnete der Gemeinde Mandelbachtal und baldige Bürgermeisterin Maria Vermeulen zeigte sich begeistert von der Ausstellung, sprach aber in ihrem Grußwort auch das schon seit Jahren stattfindende Insektensterben an, von denen die Bienen nicht verschont bleiben. Sie kündigte an, künftig auf den Balkonen und in den Pflanzkübeln des Rathauses mit blühenden Pflanzen etwas zum Erhalt der nützlichen Tierchen beizutragen. Maria Vermeulen tritt am 1. Oktober das Amt der Bürgermeisterin von Mandelbachtal an.

Der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal, Manfred Pfeiffer, freute sich über das große Interesse an der Ausstellungseröffnung. Rund 60 Gäste waren der Einladung ins Rathaus gefolgt, darunter auch einige Imker aus der Umgebung. „In der von uns gezeigten Ausstellung haben wir fünf Ausstellungen zusammengeführt. Es handelt sich um die Ausstellungen „Bayern summt“, „Biene und Imker“, „Bestäubung und Marke“, die Fotoausstellung „Bienenliebe“ und Exponate des einheimischen Bliesgau-Imkers Jan Flieger aus Bliesmengen-Bolchen“, so Pfeiffer, der das Ganze initiiert und organisiert hatte: „Die fünf Ausstellungen wurden noch nie zusammen gezeigt und bilden nun zusammen die derzeit größte Ausstellung über Bienen in Deutschland.

Jan Flieger, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins in Bliesmengen-Bolchen, hatte von dem von ihm hergestellten Honigschnaps mitgebracht, den die Gäste, neben den angebotenen Honigbroten, gerne probierten. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von der Flötistin Susanne Müller. Aufgrund der Größe der Ausstellung dehnt sie sich auch im ersten Obergeschoss des Rathauses aus. Dort sind 30 großformatige farbenprächtige Fotos von Honigbienen zu sehen, die aus über 1200 Einsendungen vom Deutschen Bienen-Journal als die Schönsten ausgewählt wurden.

Dass es nicht nur die uns allseits bekannte Honigbiene gibt, sondern viele andere Arten, auch das erfuhren interessierte Zuhörer zur Ausstellungseröffnung im Rathaus Mandelbachtal. Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Die Ausstellung „Mandelbachtal brummt“ ist bis zum 30. August zu sehen – während der Öffnungszeiten des Rathauses: Montag bis Freitag, 8.30 bis 12 Uhr, Montag und Donnerstag von 13 bis 15.30 Uhr, sowie am Mittwoch von 13 bis 17.30 Uhr. Eine Sonderöffnungszeit gibt es am Donnerstag, 29. August, von 19 bis 21 Uhr. An diesem Abend findet im großen Saal des Rathauses auch ein Vortag von und mit Imker Jan Flieger statt unter der Überschrift: „Die Biene und die Streuobstwiese“.