Aus der Grundschule wird eine Kita

Bliesmengen-Bolchen. Die Gemeinde Mandelbachtal hat in Bliesmengen-Bolchen einen Grundschulstandort verloren. Sie hat damit allerdings ein seither leerstehendes Schulgebäude, das nun wieder Kindern aus dem Ort zugute kommen soll. Die Gemeinde baut die Schule zu einer Kindertagesstätte um

Bliesmengen-Bolchen. Die Gemeinde Mandelbachtal hat in Bliesmengen-Bolchen einen Grundschulstandort verloren. Sie hat damit allerdings ein seither leerstehendes Schulgebäude, das nun wieder Kindern aus dem Ort zugute kommen soll. Die Gemeinde baut die Schule zu einer Kindertagesstätte um. Am Freitag informierte Bürgermeister Herbert Keßler (CDU) mit Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vor Ort über die geplanten Maßnahmen und stellte das Projekt öffentlich vor (wir berichteten)."Wirtschaftlich schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe", lobte Keßler, und außerdem würden in der Ortsmitte Bliesmengen-Bolchens wieder Kinder im Mittelpunkt stehen. "Besser kann man die alte Schule nicht nutzen", sagte der Bürgermeister. Das Dach des Gebäudes habe sowieso saniert werden müssen, man gewinne wieder eine sinnvolle Nutzung für die Schule, und auf dem Dach erzeuge man Strom mit einer Solaranlage. Alles in allem investiere die Gemeinde 830 000 Euro. Doch die würden zu mehr als der Hälfte vom Kreis und Land bezuschusst. Außerdem, führte der Rathauschef weiter aus, würde ein Neubau gut eine Million Euro verschlingen. Insofern habe man einen guten Platz für die neue Kindertagesstätte mit Anbindung an Spiel- und Sportplatz gefunden und außerdem Geld gespart. Zehn Krippenplätze werden geschaffen, die alten Fenster werden herausgerissen, Elektro- und Sanitärinstallationen komplett erneuert. Die Kinder bekommen Fensterelemente, die bis zum Boden gehen, damit ihr Blick nach draußen nicht durch Fensterbänke behindert wird. Die Ministerin lobte die Pläne und die Kinderfreundlichkeit der Gemeinde Mandelbachtal, die die Vorgaben der Von-der-Leyen-Gesetze vier Jahre vor dem Stichtag erreichen werde. "Das ist gut eingesetztes Geld", sagte Kramp-Karrenbauer und lobte zugleich die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche. Zusammen mit der katholischen Pfarrgemeinde, deren bestehende Einrichtung zu klein wurde, habe man ein tolles Projekt umgesetzt. Keßler hofft, dass bis zum Herbst die Kinder einziehen können. Bei einer Altbausanierung könne man das allerdings nicht verbindlich festlegen.