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Auch gekläppert wird zu Ostern daheim

Wenn ab Karfreitag die Glocken verstummen, geht man halt andere Wege : Auch gekläppert wird nun zu Ostern daheim

Wenn normalerweise am Karfreitag, wie man weiß, keine Kirchenglocken läuten, dann sind in katholischen Gegenden immer die Kinder gefragt. Sie ziehen mit Kläppern und Ratschen durch die Straßen und rufen zum Gebet.

Wegen Corona muss das Brauchtum nun auch in Erfweiler-Ehlingen zu Hause stattfinden.

Denn in Zeiten der Corona-Pandemie fallen zu Ostern nicht nur die Gottesdienste aus. Auch eine alte katholische Tradition kann nicht wie gewohnt stattfinden: das Kläppern oder Ratschen an den Kartagen. Wenn die Glocken schweigen, dann ziehen für gewöhnlich die Messdiener durch die Straßen und erinnern mit Gekläpper an die Gebetszeiten. Diesmal ist daran nicht zu denken.

Die katholische Kirchengemeinde Erfweiler-Ehlingen will dieses Brauchtum aber nicht ganz ausfallen lassen und schlägt vor, diesen Dienst von zu Hause aus zu verrichten. Als Zeichen der Verbundenheit könnten alle Bürgerinnen und Bürger sich dazu an die Haustür oder an ein offenes Fenster stellen. Jeder, der eine Kläpper oder eine Ratsche zu Hause hat, kann bei der Aktion mitmachen. Gekläppert wird am Karfreitag um 6 Uhr in der Frühe, um 12 Uhr mittags und um 18 Uhr abends sowie am Karsamstag um 8 Uhr morgens.

Wer keine Kläpper hat, aber dennoch gerne bei der Aktion mitmachen möchte, kann sich bei Lorenz Stopp unter Tel. (06803) 3388 melden. Er besorgt gerne welche.