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Arielles Gesang wurde mit großem Beifall bedacht

Arielles Gesang wurde mit großem Beifall bedacht

Keine Chance auf einen Parkplatz in der Nähe: In der brechend vollen Mandelbachhalle zeigte die Theatergruppe „MärchenTEE“ mit „Arielle, die Meerjungfrau“, was sie so drauf hat. Und das ist eine ganze Menge.

Für gewöhnlich herrscht einmal im Jahr an einem Sonntagnachmittag in Erfweiler-Ehlingen der absolute Ausnahmezustand. Nicht am Dorffest. Das dauert zwei Tage. Nein, dann, wenn die Theatergruppe "MärchenTEE" zu ihrem alljährlichen Stück in die Mandelbachhalle einlädt.

Man kann auf den Rat von Freunden hören und eine halbe Stunde vorher da sein und denken, das sei früh. Nein, auch dann hat man bereits Pech und muss mit einem Stehplatz vorlieb nehmen.

Eine brechend volle Halle, Parkplätze im Umfeld des Gebäudes braucht man gar nicht erst zu suchen und drinnen ein Geräuschpegel, als sei man in einem Bienenstock. "Arielle, die Meerjungfrau" (Regie: Claudia Knauf) stand dieses Mal auf dem Spielplan der Truppe, die vor allem für eines bekannt ist: Sehr aufwendige, teilweise auch schön schrille Kostüme. Da merkt man, was das Ensemble sich monatelang an Arbeit aufgebürdet hat.

Und auch das Bühnenbild. Da macht es nichts, wenn - quasi per Smart Repair - Sekunden vor Beginn noch ein "eingestürzter Kirchturm" wieder geklebt werden muss. Vor allem die ganz Kleinen hatte man mit "Zehn kleine Fische, die schwammen im Meer", einem regelrechten Ohrwurm, direkt auf seiner Seite. Wenn dann noch ein heißer Rhythmus wie "I like to move it" ertönt, ist das Eis schnell gebrochen und die Aufmerksamkeit für das Stück da. Nicht wenige der Kleinen hingen den Schauspielern regelrecht an den Lippen und waren stiller, als ihre Eltern sie kennen.

Tolle Dialoge

Und dann diese Dialoge. Einfach zum Wegschießen. Eine Kostprobe: "Es ist zum Sehkuh-Melken". Fabius ist da skeptischer: "Menschen sind Frischfresser und machen Fischstäbchen aus einem", meinte er. Das ist plastisch, lustig und bringt die Story auf den Weg. Doch Arielle will ja nicht hören, lieber den Prinzen retten und dafür durchaus mit dem Kopf durch die Korallenbank. Apropos hören. Das Publikum jedenfalls war hinsichtlich des Gesangs insbesondere von Arielle (Alin Knauf) regelrecht begeistert, wie man am Applaus eindeutig feststellen konnte.

Zum Thema:

Auf einen BlickMitwirkende bei der Aufführung der Theatergruppe: Alin Knauf (Arielle), Johann Knauf (Prinz), Klaus Recktenwald (König Triton), Maik Zahm (Sebastian), Nicolas Steinbrenner (Fabius); Alin Theis, Lena Theis und Emma Walle (alle Seepferdchen), Paul Horvart (Sammlerfisch), Carolin Deutsch (kleiner Fisch); Alexandra Feibel, Anna Hofmann und Laura Fricker (alle Meerjungfrauen), Irene Quetting (Großmutter), Maike Westrich (Ursula), Benedikt Quack und Jan Kessler (beide Möwen), Emma Horvart (Prinzessin), Bianca Crispo (Hofköchin), Michael Abel (Hofmarschall), Miriam Wolf und Daniela Schuffenhauer (beide Muränen), Martina Deutsch (Gouvernante), Rolling Bones (Musik), Matthias Fuchs (Licht/Ton). jma