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Alphornbläser gehören zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit

Alphornbläser gehören zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit

Zahlreiche Besucher nutzten in St. Remigius beim elften Weihnachtskonzert die Chance auf Ruhe und Besinnung statt Hektik in der Vorweihnacht. Neu im Programm in diesem Jahr: Die Auftritte der Geschwister Blum.

Der Beginn der Adventszeit ist heutzutage meistens alles andere als besinnlich. Hektik und Zeitknappheit prägen diese Tage vor Weihnachten. Wie gut, dass es da Veranstaltungen gibt, die die Chance für Ruhe und Besinnung bieten. Immerhin bedeutet Advent ja Ankunft.

Ehe man ankommt, muss man sich üblicherweise erst einmal auf den Weg machen. Diese Chance ergriffen zahlreiche Besucher des elften Kirchenkonzertes, welches immer am ersten Advent in der Pfarrkirche St. Remigius in Wittersheim stattfindet. Die Veranstaltung des Pfarrgemeinderates hatte dieses Mal einen neuen Programmpunkt: Die Auftritte der Geschwister Blum (Andrea Blum-Schröter und Caroline Ferdinand, geb. Blum). In die Adventszeit führten ansonsten die Mitwirkenden, die in der Vergangenheit bereits für die bewährte Mischung beim Programm sorgten. Allen voran das Zupforchester 78 St. Ingbert (Harfe und Leitung: Sandra Derschang). Den St. Ingbertern oblag der Start des Konzertes, welchen sie mit "Ruhige Weis", einem klassisch alpenländischen Stück, vollzogen. Flott, dynamisch und recht lebensfroh war auch der "Seitenzupfer Boarischer". Da war der "Hoheitslandler" eher angenehm beruhigend und schien beim Publikum mehr als gut anzukommen, wie man beim Applaus feststellen konnte. Unkonventionell vom Stil präsentierte sich "A bizzle Vivaldi", zeigte aber, dass Zupfmusik ganz und gar nicht dröge sein muss.

Zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit gehören im rustikalen Bereich Alphornbläser einfach dazu. Seit Jahren baut der Veranstalter deshalb auf die Ostertaler Alphornbläser (Leitung: Harald Koob). Die Mischung aus geistlichen Liedern und weihnachtlichen Stücken gelang auch dieses Mal dem Vokalensemble Saar-Blies (Leitung: Christian Grün). Zwar erschienen Lieder wie "Es blühn die Maien" oder "Lieb Nachtigall" nicht gerade typisch für den Anlass. Sie passten aber dennoch, genau wie "Still, still, still", zur Richtung des Abends. "Jetzt geh i hin auf Betlehem" versetzte die Zuhörer dann noch mehr in die passende Vorweihnachtsstimmung. Die Geschwister Blum sorgten dann für die mehr als konformen Lieder in höheren, weiblichen Tönen, die - gepaart mit der alpenländischen Musik des Zupforchesters - zusammenpassten. Volker C. Jacoby widmete sich mit seinen Mundartgedichten, Anekdoten und Kurzgeschichten dem Weihnachtsthema.

Viele entdeckten ihre Kindheitserinnerungen wieder und konnten auch über "Bescherung" (Hans-Dieter Hüsch) auf saarländisch herzhaft lachen. So manche Hektik über die Festvorbereitung erschien dann in einem humorvollen Licht.