Gräfinthal : Mensch und Tier beim Wandern vereint

Der Behinderten-Nichtbehinderten-Freizeittreff Bliestal spazierte mit Alpakas durch Gräfinthal.

Gemächlich ging es von der Klostermühle bis oberhalb des Einganges zur Naturbühne. Die Teilnehmer aus dem Behinderten-Nichtbehinderten-Freizeittreff Bliestal freundeten sich schnell mit den außergewöhnlichen Tieren an, mit denen sie den kleinen Spaziergang unternahmen. Dabei handelte es sich um das Lama Achilles sowie die beiden Alpakas Happy und Morisso. Daniel Wagner brachte Mensch und Tier zusammen. Er hatte sich vor vier Jahren die Klostermühle in Gräfinthal gekauft und sich zur Pflege seines 8500 Quadratmeter großen Areals die „Schafe der Anden“ zugelegt hatte, deren riesengroße Augen und sanfte Gemütsverfassung ihn fasziniert hatten.

Auf Initiative des Gersheimer Behindertenbeauftragten Hans Gebhardt war die Veranstaltung zustande gekommen, die Mitläuferwechselten sich in der Führung der gutmütigen „Delfine der Reiter“ ab. Die Peppenkumerin Brigitte Jahn, die mit dem Ehepaar Annette und Josef Riem aus Ensheim den Treff leitet, war vor sieben Jahren zu ihrer Aufgabe gekommen. „Ich wollte nach dem Tod meines Mannes etwas Nützliches und Sinnvolles machen“, berichtete sie. So kam es nach einem Telefongespräch mit der damaligen, inzwischen verstorbenen Leiterin Johanna Wache zur ersten Begegnung. In regelmäßigen Abständen treffen sich bis zu 25 Teilnehmer, viele aus der Gemeinde Gersheim, aus der Einrichtung Haus Sonne in Walsheim, aber auch aus Dörfern der Gemeinde Mandelbachtal und der Stadt Blieskastel. „Zu unseren Aktivitäten gehören beispielsweise Pizza-Essen, Kerzen verzieren, Zoobesuche“, so Brigitte Jahn, die auch auf die Mithilfe von Gebhardt vertrauen kann. Er habe auch schon Kegel- und Bingo-Abende organisiert und bringe sich auch sonst öfters ein.

„Alpaka-Fan“ Wagner erläuterte, dass zu seinen Angeboten auch Bliesgau-Trekkings oder Tier-Therapien gehören. Auch würden alsbald noch drei weitere Alpaka-Wallache dazu kommen. „Für mich ist es eine Erholung mit den Tieren Zeit zu verbringen“.

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