Alarm auf Ormesheimer Zentraldeponie

Die Feuerwehr hat auf dem Gelände der Zen traldeponie Ormesheim den Ernstfall geübt. Dazu gab es gleich drei verschiedene Szenarien. Sieben Löschbezirke der Gemeinde Mandelbachtal mit 90 Wehrleuten waren vor Ort, wie auch zahlreiche Zuschauer.

Auf Einladung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) hatte Norbert Theis, Wehrführer der Gemeinde Mandelbachtal, die Löschbezirke Ormesheim , Heckendalheim, Ommersheim, Erfweiler-Ehlingen, Wittersheim, Habkirchen und Bliesmengen-Bolchen zur Zentraldeponie "alarmiert". Sein Stellvertreter, Lothar Winternheimer, hatte die drei Übungsszenarien, die jeweils von zwei Löschbezirken gemeinsam abgearbeitet wurden, für die 90 Wehrkameraden geplant.

Zunächst fuhren die Wehrleute zu einem Verkehrsunfall auf dem Depotgelände, ein Radlader war mit einem Auto zusammengestoßen. Neben der Rettung der Unfall-Person galt es, auslaufende Betriebsstoffe einzuschäumen. "Bei der Personenrettung ist genaues Arbeiten sehr wichtig. Wie heute Holger Vogelgesang, ist zunächst der ausgebildete Wehr-Rettungssanitäter für das erste Vorgehen federführend verantwortlich", sagte Norbert Theis unserer Zeitung. "Die Löschbezirke Ormesheim und Bliesmengen-Bolchen sind mit schwerem Arbeitsgerät ausgestattet", erklärte Theis beim erforderlichen Zerschneiden der Autotür. Nicht nur in Mandelbachtal sei die Ausbildung zum Atemschutzgeräte-Träger von großer Bedeutung, vor allem im Hinblick auf den zunehmenden Lkw- und Schwerlastverkehr.

"Oftmals stellen wir oder die Polizei zudem fest, dass Tankwagen auf unseren Landstraßen oft nicht richtig ausgezeichnet sind. Dies führt bei chemischen Unfällen zu Problemen." Zweiter Einsatzort war die Höhenrettung einer verletzten Person aus sieben Metern. Mit spezieller Seiltechnik an einer Leiter wurde die Person wieder behutsam und sicher auf den Boden zurücktransportiert. Zum Abschluss musste ein Schwelbrand auf dem Heckenplatz bekämpft werden. Die Förderleitung dazu wurde aus dem Löschteich und dem Hydranten gefüttert. "Insgesamt gab es auf dem Deponiegelände in den letzten beiden Jahren zwei Brände. Die Zusammenarbeit wie heute auf dem weitläufigen Gelände hat für die Löschbezirke auch den Zweck, dass die Wehrleute sich kennenlernen und so für den Ernstfall der Zusammenarbeit noch besser gerüstet sind", stellte Lothar Winternheimer nach der erfolgreich verlaufenen Großübung fest.

Neben zahlreichen Zuschauern, darunter die Jugendwehr Ommersheim, war auch Bürgermeister Gerd Tussing interessierter Beobachter. Für alle wäre eine Erläuterung der einzelnen Hilfsschritte über Lautsprecher hilfreich gewesen. So gab es für die Wehrführung beim anschließenden EVS-Fest einige Nachfragen zu beantworten. Das Puppentheater Kussani und die Rubenheimer Rohrental-Musikanten um Michael Heubusch sorgten für Unterhaltung.

Mehr von Saarbrücker Zeitung