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Wo können VHS-Kurse in Oberwürzbach stattfinden?

Oberwürzbach : Wo können VHS-Kurse stattfinden?

Die SPD im Oberwürzbacher Orsrat hält die Ortsverwaltungsstelle nicht für geeignet.

Die Pläne, künftig Kurse der Volkshochschule (VHS) St. Ingbert in der Ortsverwaltungsstelle Oberwürzbach durchzuführen, werden weiterhin von Teilen des Ortsrats kritisch gesehen. Die SPD-Fraktion hält das Ganze für bedenklich. Hintergrund ist, dass die Stadtverwaltung die Anmietung des VHS-Gebäudes in der St. Ingberter Kohlenstraße 13, dem ehemaligen Karlsbergsaal, aus Kostengründen nicht weiterverfolgt. Deshalb müssen die Kurse, unter anderem Integrationsangebote für Migranten und Flüchtlinge, in kommunalen Gebäuden in den jeweiligen Stadtteilen durchgeführt werden.

Bereits in der Dezember-Sitzung 2020 hatte die Oberwürzbacher SPD-Ortsratsfraktion ihre Bedenken geäußert. Die Sozialdemokraten halten das Haus in der Hauptstraße für diesen Zweck für nicht geeignet. „Im Moment findet noch nichts statt“, informierte Ortsvorsteherin Lydia Schar (CDU) in der letzten Woche und versuchte das Thema zu versachlichen. Die Programm-Planung für das Arbeitsplanjahr 2021/2022, welches am 6. September beginnt, sei derzeit bei der VHS in Bearbeitung. Das Heft soll im Juli 2021 erscheinen. Die Frist für die Einreichung von Anregungen und Vorschlägen zu künftigen Kursen endete erst letzte Woche und der Beirat, der das Programm endgültig verabschiedet, tage im April. Somit sei unklar, wieviele und welche Kurse in Oberwürzbach stattfinden werden, heißt es in einer Sitzungsvorlage.

Bei einem Gespräch zwischen VHS-Vertretern und der Ortsvorsteherin sei es darum gegangen, alle Themenbereiche im Stadtteil anzubieten. Darunter zählen der offene Teil, das Programm Bildung und Freizeit, die Schulabschlüsse (mittlerer Bildungsabschluss) und die Integrationskurse. Zeitnah soll seitens der VHS mit dem Gebäudemanagement der Stadt St. Ingbert abgeklärt werden, wie die Belegung der Ortsverwaltungsstelle als auch des Dorfgemeinschaftshauses ist, um dann in die Planung einzusteigen. Die Teilnehmerzahl der Kurse kann erst nach Anmeldeschluss beziffert werden. Zudem müssen coronabedingte Einschränkungen berücksichtigt werden. Von dieser Vorgehensweise sind Kurse für Schulabschlüsse, berufsbezogene Angebote und Integrationskurse ausgenommen. Diese könnten bereits in wenigen Wochen beginnen. „Das ist alles, je nach Größe der Gruppe, in der Ortsverwaltungsstelle schwierig. Es gibt nur einen einzigen Fluchtweg und es sind keine Pausenräume vorhanden“, gab Dunja Sauer (SPD) in der Sitzung zu bedenken. Die Sozialdemokraten würden sich auf die VHS freuen. Doch auch im Alten Rathaus müsste die Barrierefreiheit gewährleistet sein, so Sauer weiter. Ortsvorsteherin Schaar gab zu bedenken, dass die Integrationskurse nur halbtags andauern würden.