Wen hat die SPD zu bieten?

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener hat bereits ihren Hut in den Ring geworden, in zwei Jahren für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Bleibt die Frage, wen die SPD ins Rennen schickt. Die Sozialdemokraten sollten bald Flagge zeigen.

Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (CDU) ist hoch motiviert und bereit, im Jahr 2019 im Alter von 60 Jahren für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Das hat sie in dieser Woche jedenfalls gegenüber unserer Zeitung erklärt. Sie trat damit Gerüchten von Kommunalpolitikern und politisch interessierten Bürgern entgegen, amtsmüde zu sein. Solche Behauptungen seien politisch motiviert, ihr Herz schlage nach wie vor für Blieskastel, auch wenn sie mittlerweile in Zweibrücken wohnt, hat die Verwaltungschefin im Brustton der Überzeugung erklärt.

Nun sind es zwar noch zwei Jahre hin bis zur nächsten Bürgermeisterwahl in der Barockstadt, doch die Zeit eilt ja bekanntlich. Wenn die CDU jetzt schon so sicher ist, dass Faber-Wegener wieder ins Rennen gehen soll, dann müsste auch bald die SPD Flagge zeigen, zumal für die Sozialdemokraten ausreichend Zeit bleiben muss, um ihren Kandidaten/ihre Kandidatin aufzubauen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die jetzige Bürgermeisterin kennt man, weiß, wo sie ihre Schwerpunkte setzt und weiterhin setzen will. Wer geht für die SPD ins Rennen, wo setzt ihr Kandidat Schwerpunkte? Das sind Fragen, die frühzeitig beantwortet werden sollten, wollen die Sozialdemokraten einen aussichtsreichen Bewerber ins Rennen schicken. Bei der Bürgermeisterwahl im September 2012 hatte es SPD-Kandidat Achim Jesel, seinerzeit besonnener und (meist) sachlicher Oppositionsführer im Blieskasteler Stadtrat, bei insgesamt vier Bewerbern in die Stichwahl geschafft. 41,1 Prozent der Stimmen für Jesel waren letztlich zu wenig, um der Amtsinhaberin am Zeug zu flicken. Die Sozialdemokraten müssen sich also sputen und warm anziehen, wollen sie bei der Wahl des Verwaltungschefs 2019 ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Ein SPD-Kandidat ist gefragt, der gerade in Zeiten magerer Kassen realistische Ziele steckt und der Stadt Blieskastel kurz-, mittel- und langfristig Perspektiven bietet. Bei allem nur in Opposition zu sein, wird nicht genügen.

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