Ungeliebtes Anhängsel

Quo vadis, Kulturstadt Homburg? Diese Frage muss man sich wegen fortlaufender Einsparungen im städtischen Haushalt allmählich stellen. Noch ist keine Panik angesagt, aber von der dereinst selbst ernannten "heimlichen Kulturstadt des Landes" ist man derzeit so weit entfernt wie noch nie. Währenddessen rüsten die Nachbarstädte, die ebenfalls finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, kräftig auf. In Homburg wird man den Eindruck nicht los, dass die Kultur nur noch verwaltet statt gestaltet wird, ein ungeliebtes Anhängsel ist. Schwerpunkte setzt man eher bei den großen Festen - der bier- und weinseligen Kultur eben. Dabei sind gerade für eine Industrie- und Universitätsstadt die sogenannten weichen Standortfaktoren so wichtig. Das wurde in der Vergangenheit auch immer so gesagt. Mit der Einsparsumme bei der Kultur und im Römermuseum lässt sich die Stadt mit Sicherheit allein nicht retten, diese verliert aber weiter deutlich an Profil.

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