Und schon wieder ein neues Jahr

Sind wir doch mal ehrlich: Eigentlich hat es kaum angefangen, das Jahr 2016, da ist es schon wieder vorbei. Noch sind die letzten Töne des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker , genial geführt am Pult von Mariss Jansons, im Ohr präsent - da steht an diesem Sonntag schon die nächste Auflage des Traditionskonzerts an - kaum zu glauben. Was bleibt im Kopf von 2016? Dass deutlich weniger Flüchtlinge gekommen sind, als vorausgesagt. Dass der Terror mit seiner hässlichsten Fratze in Deutschland angekommen ist. Dass die Zahl der Prominenten, die uns verlassen haben, von Götz George über David Bowie , Manfred Krug bis zu George Michael so groß ist, dass das Fernsehen ihnen außerhalb der obligatorischen Menschen 2016-Sendung eine eigene gewidmet hat. Dass wir eine Fußball-Europameisterschaft erlebten, die für Löws Team durchaus noch etwas länger hätte dauern können. Olympische Ringe über Rio, die den Bach runtergegangen sind, weil zumindest bei der letztendlich doch zugelassenen russischen Mannschaft die Arznei-Koffer um ein Vielfaches größer waren als die für Kleidung und Sportgeräte. Und nicht zuletzt ein beklopptes Gedicht, das den Namen nicht verdient, aber am Bosporus eine lächerliche Staatskrise ausgelöst hat. Haben wir keine anderen Sorgen?

Und in ein paar Stunden ist schon 2017. Ein Jahr, das nur besser werden kann. Oder? Zumindest ein Wahljahr mit Weichenstellung im Land im März, im Bund im September. Die Suche nach Koalitionen wird die politische Szenerie beherrschen, keine Frage. Möglichkeiten gibt es einige, bis hin zu der, dass wir wieder das kriegen, was wir haben. Man darf gespannt sein, was in einem Jahr, also gefühlt in ein paar Wochen, an dieser Stelle stehen wird! Eins soll es werden: Ein gutes neues Jahr!