Und dann kommt die Fastnacht

Es wird ja behauptet, es sei im November trist. Das ist Quatsch, denn eigentlich ist es im Februar trist. Im November kann man sich auf Weihnachten freuen, während man jetzt, wo es kalt ist, nirgendwo mehr in einem Holzhäuschen ein Glas Glühwein bekommt. Schade, angesichts des weltpolitisch verkorkst begonnenen neuen Jahres, in dem man ein bisschen Wärme gut gebrauchen könnte. Doch damit ist nicht zu rechnen, denn jetzt werden die liegen gebliebenen Entscheidungen aus dem alten Jahr durchgezogen. Kahlschlag an sämtlichen Autobahnauffahrten und bei General-Electric in Bexbach. Vor einem Jahr hatten die neuen Herren im General-Electric-Konzern vor den Augen der Bexbacher Mitarbeiter schon mal die großen Maschinen abtransportieren lassen, nun haben sie in Bexbach endgültig die Lichter ausgemacht. Das war abzusehen, zumal es auch im GE-Mutterhaus in Mannheim keinen Blumentopf mehr zu gewinnen gab. Dafür erobern jetzt chinesische Solarmodule den Markt. Für irgend jemanden lohnen sich die Subventionen für die Energiewende immer, leider nicht mehr für die Bexbacher. Auch an anderen Stellen am Arbeitsmarkt kriselt es, Streiks kündigen sich an. Auf der einen Seite die Arbeitgeber, die nicht zuhören wollen, auf der anderen die Arbeitnehmer mit ihren lauten Trillerpfeifen. Dazwischen kommt die Fastnacht. Hoffentlich gibt's für die Narren was zu lachen. Was nicht einfach ist, zumal die Welt selbst schon reichlich närrisch geworden ist.