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Nicht alles Gute braucht so viel Zeit

Nicht alles Gute braucht so viel Zeit

Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Und irgendwie passt es zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts am Bürgerhaus in Rohrbach. Auch wenn dieser mit 700 000 Euro allein für das Obergeschoss nicht wirklich günstig war, Rohrbach und seine 70 Vereine brauchen die Räumlichkeiten - und haben sie über 20 Jahre lang herbeigesehnt. Nicht umsonst sprach Ortsvorsteher Roland Weber von einem "langen Leidensweg".

Von der Idee (1995) über den Beschluss (1999) und den ersten Bauabschnitt (2010) bis heute nach der Fertigstellung des Obergeschosses sind über zwei Jahrzehnte vergangen. Dabei steht der dritte Bauabschnitt noch an. Nicht wirklich ein Grund, sich auf die Schulter zu klopfen. Wenn Oberbürgermeister Hans Wagner dann auch noch sagt, dass es gut sei, manche Gebäude entgegen der Planungen "nicht platt zu machen" und stattdessen zu überlegen, "was man Sinnvolles damit machen könne", ist dies zwar grundsätzlich nicht falsch, dürfte aber nicht nur seinen Kritikern bitter aufstoßen. Zumal in St. Ingbert und Rohrbach noch andere Gebäude schon eine ganze Weile auf ihren - demokratisch beschlossenen - Abriss warten. Da sollte man sowohl die gute Sache als auch die Zeit auf seiner Seite wissen . . .