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Kolumne Apropos Saarbrücker Zeitung: WKomma und geh' wieder

Kolumne Apropos : WKomma und geh‘ wieder

Über eine „Muss-Weg“-Forderung, das Stattdessen und politische Gleichgültigkeit.

Da verrutscht man einmal auf der Tastatur und aus einer WM wird eine W, – eine WKomma. Passiert. Sogar Politiker rutschen mal verbal aus. Der sonst gefasste grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck war über die – die Gasumlage betreffende – „Muss-Weg“-Forderung der Opposition im Bundestag derart erbost, dass er sich kurzum im Fußballstadion sah: „Muss weg! Sind wir denn hier im Fußballstadion, oder was?“

Fazit des Ministers: Was die Opposition mit ihren Verbalattacken spielt, ist (sicher kein Fußball und) keine Politik. Denn solche müsste ja konstruktiv sein, würde also nicht nur „muss weg“ fordern, sondern fragen: „Was kommt denn stattdessen?“ Nehmen wir also mal an, das M der WM musste weg und das Stattdessen wäre jenes Komma. Wäre damit die konstruktive Frage in diesem Wort-Spiel schon beantwortet? Folgefragen wären jedenfalls, ob bei der WKomma noch Fußball gespielt würde und noch wichtiger: Wäre sie als Veranstaltung politisch?

Natürlich würde bei der WKomma Fußball gespielt: ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – spielt bei Weltereignissen keine Rolle. Opposition gegen eine WKomma gäbe es vielleicht – etwa hinsichtlich der Fußballstadien. „Muss weg“ würden manche bei der WKomma womöglich fordern. Einige würden ihr hingegen gleichgültig begegnen: WKomma und geh‘ wieder. Die Gleichgültigkeit wäre politisch, aber wäre sie konstruktiv?