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Kolumne Apropos im Saarland: Nervenstrapazierende Grüße von Keksen

Kolumne Apropos : Und täglich grüßen Kekse

Da traut man seinen Augen nicht. Steht da doch tatsächlich „Im Interesse der Benutzerfreundlichkeit verwenden wir auf unseren Seiten Cookies“, so die Einblendung auf der Internetseite der Europäischen Kommission.

Cookies (Kekse), das sind kleine Textdateien, die beim Besuch von Webseiten auf dem Nutzergerät gespeichert werden. Und jedes Mal – ja, jedes Mal beim Besuch einer weiteren Webseite, muss dieser Keks-Speicherung auf dem Gerät zugestimmt oder widersprochen werden.

Jetzt wissen der versierte Bäcker und der versierte Netz-Surfer, man muss nicht alle Kekse in der Küche haben. Also ruhig auch „Nein“ sagen zu den Keks-Grüßen. Das hält man eine Weile durch, spätestens beim Besuch der dritten Internet-Seite gehen einem die beständigen Grüße von Keksen dermaßen auf den Keks, dass man sie entweder ignoriert, wahllos auf irgendetwas klickt – um die Meldungseinblendung los zu werden – oder die Ambitionen von Europäischer Benutzerfreundlichkeit in aller Freundlichkeit zum Mond wünscht.

Leben denn diejenigen hinter dem Mond, könnte man sich nun fragen, die solche praxistauglichen Keks-Lösungen ersinnen? Nein, zu verdanken haben wir die täglichen Keks-Grüße Erdlingen der Europäischen Union und ihrer „E-Privacy-Richtlinie“. Sie schreibt vor, dass der Internet-Nutzer über die Verwendung von digitalen Keksen informiert werden und in deren Nutzung einwilligen muss. Alles im Interesse der Benutzerfreundlichkeit. Vielen Dank!