Kämpfen – am besten zusammen

Nicht aufgeben und immer weiter alles versuchen: Da kann Fußball zur Metapher für das eigene Leben werden. Wie Fans verschiedener Vereine jemandem Mut machen, dafür gab es in den vergangenen Wochen ein wirklich schönes Beispiel.

Weiter. Immer weiter. Schon Oliver Kahn wusste weiland, dass man stets kämpfen muss und sich nie aufgeben sollte. Vorgemacht haben das schon viele: zuletzt im Super Bowl die New England Patriots oder am Mittwoch der FC Barcelona beim Champions-League-Wunder gegen Paris Saint-Germain.

"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." Dieses Zitat wird wechselweise Bertolt Brecht, Rosa Luxemburg oder Che Guevara zugeschrieben. Zwar kann dieser Ausspruch zur Phrase verkommen, andererseits stimmt er aber auch. Vor allem kommt es im Fußball darauf an, zusammen zu kämpfen. Dann sind auch Aufholjagden wie am Sonntag möglich. Da siegte zum Beispiel der FV Oberbexbach in der Landesliga Ost beim TuS Wiebelskirchen noch nach 0:2-Rückstand mit 3:2.

Zusammenhalt macht Fußball schön. Besonders, wenn er über Grenzen von Vereinen, Ligen oder gar Länder geht. Ein schönes Beispiel dafür gab es vergangene Woche. Es geht um einen schwer an Krebs erkrankten Fan des 1. FC Saarbrücken, der in der Fußball- und Sportszene im Saarland sehr bekannt ist. Mut machende Spruchbänder hielten die Fans nicht nur beim FCS oder die befreundeten Fans des AS Nancy hoch. Auch die Anhänger der SV Elversberg beteiligten sich mit einem Transparent. "Kämpfen, Winni" stand darauf, "Ausdauer und Kraft" wünschten sie. Der Fußball bringt Menschen zusammen - die wohl schönste Seite unseres beliebtesten Sports. Also, Winni, wenn Du das liest: Kämpfen. Immer weiter. Denn Olli Kahn hatte am Ende mit seinem Satz Recht - und viel Erfolg.