Große Freiheit, kleine Flucht

Wenn es einen als bekennenden Pauschalurlauber (ja, das volle Programm: Ferienflieger, Transfer zum Hotel, abends an den gedeckten Tisch setzen) auf die Campingmesse verschlägt, dann ist das schon ein Blick in eine andere Welt: Schlauchboote, die sich auf Shoppingtaschen-Größe zusammenfalten lassen, Zelte, die man zum Aufbauen hinwirft und Ferienhäuschen, die an Gürteltiere erinnern. Mit dem Rundgang über die Messe kam die Erkenntnis, dass Camping wohl nicht nur eine Form der Urlaubsgestaltung, sondern eine Lebenshaltung ist. Es geht ungezwungen zu, jeder packt mit an, und wenn was nicht so läuft, wird eben improvisiert. Ob große Freiheit im Wohnmobil, Abenteuerurlaub im Zelt oder "glamourös campen" im voll ausgestatteten Häuschen mitten in der Natur - hier findet jeder seinen Traum. Und wer jetzt nicht einfach den Rucksack packen kann, weil es auch noch Arbeit und Schule gibt, der kann ja am Wochenende auf die Campingmesse gehen, mit Wohnmobilen, Grillmeisterschaft und Mittelaltermarkt - als kleine Flucht aus dem Alltag.

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